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Ebenfalls bewährt haben sich die auf dem Server installierten Netzwerk-Lizenzen (Floating), auf die 2014 umgestellt wurde. So kann nun jeder autorisierte Mitarbeiter die Module nutzen, ohne den Arbeitsplatz zu wechseln. Darüber hinaus gibt es noch einen extra Visi-Arbeitsplatz, an dem die Auszubildenden (Werkzeugmechaniker) ab dem zweiten Lehrjahr das NC-Programmieren mit dem 3D-CAM-System lernen. Bei der Software bildet grundsätzlich – egal ob bei Konstruktion oder NC-Programmierung – das CAD-Modul Visi Modelling die Grundlage, das durch aufgabenspezifische Module jeweils ergänzt wird. An den vier Plätzen, an denen heute bei Quittenbaum in der Konstruktionsabteilung gearbeitet wird, ist dies jeweils eine Lizenz des Schnitt- und Stanzwerkzeugmoduls Visi Progress (Abwicklung, Streifenlayout, Werkzeugaufbau), der Bauteilbibliothek, von Visi Blank (Zuschnittsberechnung) sowie von Advanced Modelling zur zielorientierten Verformung.
Werkzeugbauer benötigt deutlich weniger Zeit
Beim Volumengeschäft – der 2D- und 2,5D-Bearbeitung – leistet seit Kurzem die automatische Featureerkennung wertvolle Unterstützung, die mit dem Modul Compass Technologie zur 2- und 2,5-Achsen-Bearbeitung abgedeckt wird und bei Quittenbaum die beiden Fräsprogrammierplätze ergänzt. Compass wertet bestimmte Merkmale, Features genannt, eines Werkstücks aus und erzeugt auf Basis hinterlegter Fertigungsdaten hierfür automatisch das NC-Programm. Bei vielen 2D-Programmen benötigt der Werkzeugbauer gegenüber früher nur noch ein Drittel der Zeit und bei Bohrungen geht es meist noch viel schneller. Von den Vorteilen der Featureerkennung profitiert man in Schönau übrigens auch beim Drahterodieren mit Visi Peps-Wire, mit dem die Programmierung ansonsten mit derselben selbsterklärenden Bedienlogik abläuft wie beim Fräsen.
Geschäftsführer und Konstruktionsleiter von Quittenbaum sind sich einig, dass die Entscheidung, alle relevanten Bereiche komplett auf Visi umzustellen, wesentlich zur Erfolgsgeschichte des Unternehmens beigetragen hat. „Was wir heute in Sachen Geometrien und Toleranzen dank im Werkzeugbau machen, da hätten wir noch vor zehn Jahren die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Man kann damit einfach seine Gedanken umsetzen, ohne mit dem System kämpfen zu müssen“, fasst Günther Schöfegger zusammen. „Das ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem immer wieder neu die Grenze des Umsetzbaren ausgelotet und nicht zuletzt auch der Standort gesichert wird. Wenn es darum geht, was machbar ist, müssen wir auch künftig immer ganz vorne mit dabei sein.“
Mecadat auf der Euroblech 2016:
Halle 11, Stand C177
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