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Konstruktion

Konstruktionssoftware gewährleistet beste Qualität für den Werkzeugbau

| Autor/ Redakteur: Ralph Schmitt / Annedore Bose-Munde

Ein Spezialist für Präzisionsstanztechnik, der vorwiegend auf die Herstellung von Mikrostanz- und -ziehteilen fokussiert ist, konstruiert und fertigt alle benötigten Werkzeuge im eigenen Haus. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die CAD/CAM-Lösung Visi.

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Ober- und Unterseite eines fertig abgemusterten Folgeverbundwerkzeugs mit Streifenlayout. Die Durchlaufzeit im Werkzeugbau beträgt im Schnitt etwa 20 Wochen.
Ober- und Unterseite eines fertig abgemusterten Folgeverbundwerkzeugs mit Streifenlayout. Die Durchlaufzeit im Werkzeugbau beträgt im Schnitt etwa 20 Wochen.
(Bild: Mecadat)

Die Zeichen der Quittenbaum GmbH aus Schönau am Königssee stehen auf Wachstum. „Wir fokussieren uns bewusst mit hoher Innovationskraft auf Materialdicken von 0,1 bis 1,2 mm, produzieren aber auch schon mal dickere Teile. Schließlich gilt bei uns grundsätzlich die Firmenphilosophie: ‚Je kleiner und komplexer das Teil, umso geringer der Materialanteil und desto höher die Wertschöpfung‘“, unterstreicht Günther Schöfegger, Geschäftsführer von Quittenbaum. „Zu unserem heutigen guten Ruf trägt natürlich auch die hohe Bauteilqualität bei. Denn selbst bei millionenfacher Wiederholung halten wir in den Stanzprozessen die geforderte Präzision von oft nur wenigen µm sicher ein.“ Dabei spielt neben dem Know-how der Mitarbeiter und einem ausgefeilten Qualitätswesen – inklusive Highend-Messtechnik im Messraum und In-Process – neuerdings auch die IT-gestützte automatische Erfassung aller Produktionsparameter in den Pressen per MDE-System eine wesentliche Rolle. Zumal alle Werkzeuge, mit denen Quittenbaum produziert, im eigenen Haus konstruiert und gebaut werden.

Stolz ist man in Schönau zudem auf das Know-how bei der Bauteiloptimierung im Rahmen einer Machbarkeitsstudie. Dies führt häufig dazu, dass Produkte in Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelt und nicht nach Fernost in ein Billigland vergeben werden. Ein Musterbeispiel stellt hier eine Stecker-Buchse dar, die in vielen Automodellen eingebaut wird. Die Schwierigkeit ist, dass wegen der Abschirmung die Buchse quasi geschlossen sein muss und ein Schlitz nur wenige 1/100 mm breit sein darf. Darum wurde die Buchse früher aus zwei Teilen hergestellt, aus einem Stanzbiege- und aus einem Frästeil. Was damals gefräst wurde, ist heute ein gezogener Bereich. Seither werden beim Werkzeugbauer jährlich zwei Millionen Stück von diesem Teil in verschiedenen Varianten produziert. So überrascht es nicht, dass in Schönau Aufgaben wie diese als eine der Alleinstellungsmerkmale betrachtet werden.

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