Innovationsmanagement Kontinuierliche Innovationen sichern das Bestehen am Markt

Autor / Redakteur: Christian Koerber / Claudia Otto

Als Hochtechnologieunternehmen kann man mit dauernden Neuentwicklungen eine sehr gute Position auf dem Weltmarkt einnehmen. Ein professionelles Innovationsmanagement hilft die Entwicklungskraft auch künftig kontinuierlich zu steigern und so die Stellung des Unternehmens zu sichern.

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Der Aufstieg des Unternehmens Trumpf zum Technologie- und Weltmarktführer begann in den 1950er Jahren. Rückblickend können drei Zeitabschnitte der Unternehmensgeschichte unterschieden werden, in denen Trumpf grundlegend neue Werkzeuge zur industriellen Materialbearbeitung anbieten konnte.

Die erste Innovation war die Erfindung der Kopiernibbelmaschine. Dank der Markteinführung avancierte Trumpf fast über Nacht zu einem internationalen Unternehmen des Werkzeugmaschinenbaus und auch der Umsatz stieg deutlich. Im Jahr 1967 stellte das Unternehmen eine Stanz- und Nibbelmaschine vor, die numerisch gesteuert wurde. Diese Weltneuheit brachte Trumpf wiederum weiter nach vorne. Zwölf Jahre später machte das Ditzinger Unternehmen mit der Einführung des Lasers als Werkzeug zur Materialbearbeitung den dritten Technologiesprung.

Innovationsmanagement identifiziert die besten Ideen und setzt sie um

Um seine Innovationskraft auch in Zukunft weiter zu steigern, hat das Unternehmen ein professionelles Innovationsmanagement entwickelt und implementiert. Die innovationsrelevanten Prozesse wurden systematisiert, dynamisiert und durch geeignete Strukturen unterstützt. Verantwortlich für das Thema Innovation bei Trumpf ist der stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung und Vorsitzende des Geschäftsbereichs Lasertechnik/Elektronik, Peter Leibinger.

Das Trumpf-Innovationsmanagement unterstützt die Geschäftsführung bei strategischen Entscheidungen, gestaltet und steuert im Sinne eines Moderators den Innovationsprozess oder stößt ihn dezentral an. Seine Aufgabe ist es, strategische Ziele in konkrete Entscheidungsvorlagen zu Innovationsideen zu überführen.

Auch wenn in einem technologieorientierten Unternehmen wie Trumpf dank der Kreativität der Mitarbeiter täglich zahlreiche Ideen entstehen, haben doch nur wenige dieser Ideen das Potenzial für eine erfolgreiche Innovation. Der Weg zum wirtschaftlichen Erfolg besteht darin, viele Ideen zu erzeugen, die für das Unternehmen besten zu identifizieren, zu priorisieren und dann konsequent umzusetzen.

Klare Abbruchkriterien zum Filtern der Ideen

Um die vorhandenen Ressourcen effektiv einzusetzen, müssen die Verantwortlichen im Innovationsprozess möglichst früh Abbruchkriterien festlegen und diese mit minimalem Aufwand erkennen können. Daher untersucht Trumpf Innovationsideen von Beginn an ganzheitlich in mehreren Stufen (Stages). An definierten Meilensteinen (Gates) entscheiden interdisziplinäre Teams aus Experten und Führungskräften über Fortsetzung oder Abbruch des Innovationsprozesses sowie die konkreten nächsten Schritte (Bild 1).

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