Das Ditzinger Hightech-Unternehmen Trumpf durfte heute den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten begrüßen. Das hatte seinen Grund!
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann war zu Besuch bei Trumpf in Ditzingen. Von on links: Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Dr.-Ing. Mathias Kammüller, Winfried Kretschmann, Dr.-Ing. E. h. Peter Leibinger, Dr. Florian Stegmann.
(Bild: Trumpf)
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat heute das Hochtechnologieunternehmen Trumpf besucht. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung, Peter Leibinger, Chief Technology Officer, und Mathias Kammüller, Chief Digital Officer, erlaubten dabei Einblicke in die Produktion der Lasersysteme für Anwendungen, die die momentan unter starkem Lieferdruck stehenden Chipindustrie in Asien und den USA betreffen, einem Herzstück der Lieferketten vieler industrieller Anwendungen, wie es dazu heißt. n die vernetzte Blechfertigung von Trumpf. Diese auch Smart Factory genannte Produktion läuft mit Hilfe von digital
Presse-Information
Extrem-UV-Laser machen verstärkt Umsatz
Die sogenannten EUV-Laser von Trumpf etwa verbaut das niederländische Unternehmen ASML in Kombination mit komplex ausgeführten Industriespiegeln von Zeiss in Lithografiesysteme. Mit diesen Anlagen stellen Chip-Konzerne wie Tsmc, Samsung oder Intel, weltweit die neueste Generation Mikrochips her, die beispielsweise in Smartphones zum Einsatz kommen.
Im letzten Trumpf-Geschäftsjahr betrug allein der Umsatz der EUV-Sparte rund 500 Millionen Euro – in etwa so viel wie der Jahresumsatz in den USA oder in China (Gesamtumsatz = 3,5 Mrd.). Für das laufende Jahr erwarten die Ditzinger mit rund 600 Millionen Umsatz für die EUV-Technologie noch eine deutliche Steigerung.
Smart Factory und Quantencomputing hautnah
Kretschmann und der Chef der Staatskanzlei, Dr. Florian Stegmann, konnten sich auch ein Bild über in die vernetzte Blechfertigung von Trumpf machen. Diese Smart Factory genannte Produktion läuft mithilfe von auf digitaler Ebene kommunizierenden Maschinen, Software und Künstlicher Intelligenz voll automatisiert.
Der Ministerpräsident tauschte sich mit der Gruppengeschäftsführung von Trumpf in diesem Zusammenhang über die wirtschaftlichen Perspektiven und Chancen des Industriestandortes Baden-Württemberg im globalen Wettbewerb aus, insbesondere was Zukunftstechnologien betrifft. Diskutiert wurde dabei über das hundertprozentige Trumpf-Tochterunternehmen Q.ANT, das vor Kurzem den ersten industriefähigen Quantencomputer-Chip vorgestellt hat. Der soll bis in fünf Jahren heutige Großrechner ergänzen und leistungsfähiger machen.
„Es ist beeindruckend, mit welcher Innovationskraft und Weitsicht sich Trumpf immer wieder in den wichtigen Zukunftsbereichen strategisch aufstellt“, äußerte sich Kretschmann. Er betitelte Trumpf dabei als „internationales Aushängeschild für den Standort Baden-Württemberg“. Denn hier in Ditzingen, am Rande der Autobahn A81, würden Regionalität und Globalisierung erfolgreich verbunden.
Trumpf investiert über 200 Millionen Euro
„Wir haben alles, was es braucht, auch die kommenden Jahrzehnte zu einer Erfolgsgeschichte für unser Land und die Arbeitsplätze zu machen“, betonte Nicola Leibinger-Kammüller. Die Innovationskraft von Unternehmen wie Trumpf trage im Bereich der laserbasierten Chipproduktion, Elektronik oder Speicher- und Übertragungstechnologien durch Supraleiter im Energiesektor dazu bei, neue Wertschöpfungsmöglichkeiten für den Standort zu entwickeln. Das zeige auch der kontinuierlich steigende Auftragseingang (jüngst auf 4 Milliarden Euro angewachsen) sowie bauliche Neuinvestitionen am Standort Ditzingen, für die rund 200 Millionen Euro bis 2026 – unter anderem für ein Produktionsareal der Lasertechnik – in die Hand genommen werden.
Die digitale Transformation der Wirtschaft ist für die Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung die Chance für forschungsstarke Produktionsunternehmen im Verbund mit Wissenschaft und beruflicher Bildung. Diese Verbünde müssten gestärkt werden. Leibinger-Kammüller dankte dem Ministerpräsidenten für seinen Besuch, in dieser, wie sie sagte, für die Industrie zukunftsweisenden Phase.
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