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Die Vorteile von Stahlprofilen liegen auf der Hand: Bei gleichem Querschnitt sind größere Spannweiten möglich, die Stützenabstände sind größer, es werden weniger Stützen und Unterkonstruktionen benötigt, der Montageaufwand verringert sich. Des Weiteren reduzieren sich die Investitionen für Solarsysteme und Photovoltaikanlagen und sie werden wirtschaftlich wieder interessanter.
Welser Profile bietet heute einsatzoptimierte Produkte für kundenindividuelle Unterkonstruktionen an Solarsystemen und Photovoltaikanlagen, wie zum Beispiel Rammprofile, Horizontal- und Modulträger, an. Ausgangsmaterial sind Stahlwerkstoffe im Dickenbereich von 0,3 bis 8 mm und in Breiten bis 800 mm, die dann mit den erwähnten Profilieranlagen verformt werden. Verbunden mit einer angepassten Oberflächenveredelung führt dies zu langlebigen Produktlösungen.
Stabile und steife Stahlprofile durch Rundpunktverbindungen
Beim Fügen der Stahlprofile für die Unterkonstruktionen der Solaranlagen beschreitet das österreichische Unternehmen neue Wege: Um die gewünschte Stabilität und hohe Steifigkeit der Profile zu erreichen, werden sie nach dem Kaltwalzen wahlweise verschweißt oder neuerdings mit dem produktiven und wirtschaftlichen Tox-Rundpunkt-Blechverbindungsverfahren gefügt.
Mit diesem klassischen Clinch-Verfahren von Tox Pressotechnik lassen sich mehrere Bleche gleicher oder unterschiedlicher Dicken und Metallwerkstoffe lediglich durch Umformen unlösbar miteinander verbinden. Dafür presst ein einfacher Rundstempel die zu verbindenden Materialien in die Matrize. Bei weiterem Kraftaufbau wird das stempelseitige Material gezwungen, innerhalb des matrizenseitigen Materials nach außen zu „hinterfließen“. Der auf diese Weise entstandene runde Punkt verbindet ohne Kanten und Grate.
Dieses Verfahren bietet mehrere Vorteile: Zum einen wird das Material nicht thermisch beeinflusst. Das verhindert das Verziehen der Profile beim Temperatureintrag. Zum anderen werden keinerlei Zusatzwerkstoffe oder Verbindungselemente benötigt. Die Oberfläche wird während des Fügeprozesses nicht angegriffen, sodass die antikorrosiven Eigenschaften der Stahlbleche erhalten bleiben. Außerdem beschädigt auch kein Schneidevorgang die Oberfläche.
Automatischer Fügeprozess ermöglicht kürzere Lieferzeiten
Da die Profile für die Unterkonstruktionen der Solarsysteme prozesssicher, weil vollautomatisch gefügt werden, können Arbeitsprozesse entfallen und somit kürzere Lieferzeiten erreicht werden. Außerdem benötigt diese Fügetechnik nur wenig Energie, es ist so gut wie keine Wartung erforderlich und die Clinchwerkzeuge garantieren eine hohe Lebensdauer und Fügequalität.
Das Tox-Rundpunkt-Blechverbindungsverfahren wird bei Welser für Stahlblechprofile aus dünneren Blechen angewendet, zum Beispiel zum Fügen von zwei 1,5 mm dicken gewalzten und gefalzten Blechen zu langen Trägerprofilen. Um die Bleche zu verbinden, werden mit einem Mehrfachwerkzeug in bestimmten Abständen Tox-Rundpunkte mit einem Durchmesser von 8 mm gesetzt.
Fügequalität absolut reproduzierbar
Tox Pressotechnik hat in diesem Fall die Technologie und die Rundpunkt-Werkzeuge, bestehend aus Matrize und Stempel, geliefert. Die spezifisch auf das Stahlblech und die Dicke abgestimmten Werkzeuge und Verbindungspresskräfte wurden im Technologiecenter des Verbindungstechnikherstellers in Weingarten ermittelt und in einem Testbericht dokumentiert. Damit ist gewährleistet, dass der Kunde immer passgenaue Tox-Werkzeuge erhält und dass die Fügequalität absolut reproduzierbar ist.
Mit der Mehrpunkt-Pressvorrichtung werden die Verbindungen ohne weiteren Maschinen- und Personalaufwand gesetzt, sodass eine hohen Prozesssicherheit und Verbindungsqualität sowie die gewünschte Wirtschaftlichkeit gegeben ist. MM
* Stefanie Reich ist zuständig für das Wissensmanagement bei der Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG in 88250 Weingarten, Edgar Grundler ist freier Journalist in 78473 Allensbach
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