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Von kundenspezifischen Betriebsverhältnissen hängt generell auch der Bandwerkstoff ab – zum Beispiel, ob die Kanten der Teile nass oder trocken bearbeitet werden. Weitere Einschränkungen können sich aufgrund von Ölnebel oder anderen chemischen Einflüssen ergeben. Diese Werkstoffflexibilität vergrößert laut Hundebøl den Anwendungsbereich des patentierten Verschlusssystems über die Maschinen von Fladder hinaus.
Verschlusssystem für Entgratmaschinen auf anderen Gebieten anwendbar
So hat sich der Konstruktionsleiter bereits mit Anwendungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie auseinandergesetzt: „Dort werden ganz bestimmte Anforderungen gestellt“, konstatiert Hundebøl, nicht nur was die Gummimischung betrifft, sondern auch hinsichtlich der Ausformung und Oberflächenbeschaffenheit. Grund dafür ist die Reinigung der dortigen Maschinen.
Bei der Spindel Lock-it mit 100 mm Durchmesser sind in den Vertiefungen Silikonbänder mit 8 mm Schnurdurchmesser gespannt. Die Silikonhärte beträgt dabei 60 Shore. Während der Werkzeugrotation sind die Bänder zwischen Spindel und Werkzeugzylinder gepresst, ohne dass sich nach Angaben des Konstruktionsleiters beidem Komponenten relativ zueinander radial oder axial verschieben können. Daher werden sie höchstens beim Ab- und Aufziehen des Werkzeugs Reibung ausgesetzt.
Auch gerissene Bänder erfüllen ihre Funktion bei der Kantenbearbeitung
Das Lastmoment lasse sich sicher über die Gesamtlänge der Spindel auf den Werkzeugzylinder übertragen. Sogar als gerissene oder durchgeschnittene Elemente erfüllten die Bänder ihre Funktion bis zum Werkzeugaustausch.
Im Gegensatz dazu könne sich die Momentübertragung bei einer konventionellen Nabenkonstruktion ändern. Als Gründe dafür hat Hundebøl Temperatureinflüsse und mögliches Schrumpfen der Werkzeugnabe ausgemacht. Außerdem erschwere der bislang notwendige Spielraum zwischen Spindel und Werkzeugzylinder die Zentrierung. Ist das Werkzeug nicht zentriert, kommt es bei Werkzeugrotation zu Vibrationen.
Deutliche Zeiteinsparung beim Bearbeiten und Umrüsten der Entgratmaschine
Bei der konventionellen Nabenkonstruktion ist der Werkzeugzylinder zwischen zwei Endflanschen geklemmt. Das Lastmoment wird an den jeweiligen Enden über Friktion (axialen Druck) zwischen Flansch und Nabe übertragen.
Das erfordert eine extrem zuverlässige Verbindung. Oft wird die Verbindung daher geschraubt. Folglich ist für jeden Werkzeugwechsel ein erheblicher Zeit- und Arbeitsaufwand erforderlich.
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