Ressourceneffizienz

Material- und energieeffiziente Metallbearbeitung auf der AMB

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Großes Potenzial für Energie- und Materialeinsparungen bietet auch der Leichtbau, der nicht nur in den Mobilitätsbranchen, sondern zunehmend auch im Maschinenbau Einzug hält. Und zwar immer dann, wenn es um hochdynamische Prozesse geht, bei denen große Massen möglichst schnell beschleunigt und wieder abgebremst werden müssen.

Ein Beispiel ist ein Leichtbaufutter von der Emuge-Franken GmbH & Co. KG beim dem als Materialmix Karbon und Stahl zum Einsatz kommen. Im Ergebnis sank das Gewicht nach Angaben des Unternehmens in einem konkreten Einsatzfall von 460 auf 130 kg. Dadurch reduzierte sich der Energieverbrauch von 22.470 auf rund 4000 kWh im Jahr. Zudem konnte die maximale Drehzahl fast verdreifacht werden. Damit folge man bei Emuge-Franken einer immer häufigeren Forderung nach Leichtbaukomponenten. Schon bei den Anfragen bekommt der Hersteller oft auch Gewichtsvorgaben oder die Kunden fragen nach, was ein Spannzeug für eine bestimmte Aufgabe wiegt.

Verbundwerkstoffe müssen auch hohen Belastungen standhalten

Skeptisch in puncto Karbon ist hingegen Markus Michelberger, Vertriebsleiter Spanntechnik bei der Schunk GmbH & Co. KG, Mengen. Er hält Verbundwerkstoffe bisher zumindest bei Drehfuttern noch nicht für stabil genug, um „die hohen statischen und dynamischen Belastungen gängiger Bearbeitungen so souverän aufzunehmen wie Drehfutter aus Stahl.“

Trotzdem setzt man auch bei Schunk auf Gewichtsreduktion. Michelberger: „Leichtbaudrehfutter aus gehärtetem Stahl minimieren den Energieverbrauch und überzeugen zugleich in puncto Sicherheit, Genauigkeit und Lebensdauer.“ MM

(ID:42761393)