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Realisieren kann „dieser kleine Kasten“ auch große Aufträge. Er ist momentan ausgelegt für Werkstücklängen bis 600 mm und Rohrdurchmesser bis zu 150 mm. Die Anlage bringt einen Umformdruck von 1500 bar auf und Schließkräfte bis 10 000 kN. Detaillösungen der Anlage sind patentiert, andere zum Patent angemeldet. Bei den realisierbaren Durchmessern sind Erweiterungen möglich, auch bei der Mengenleistung. Grundsätzlich, so Hosse, könne die Maschine für den Großserienbetrieb angepasst werden. Ein Modulkonzept, welches der Anlage zugrunde liegt, macht dies möglich und gewährleistet somit eine hohe Flexibilität für Kundenwünsche.
In Mechernich setzt man auf wechselnde interdisziplinäre Projektteams, die auf unterschiedliche Kompetenzen zurückgreifen können. Die Mitarbeiter des Unternehmens bringen unterschiedlichste Erfahrungen aus verschiedenen Branchen mit. Bei der Vielfältigkeit der Kunden und der Aufträge ist dies auch notwendig. Schritt für Schritt ist es der DTMT gelungen, bei den Kunden auch diese gesamte Kompetenz zu platzieren. Beispielsweise bei Trumpf. Anfangs fungierte man als Teilezulieferer, jetzt ist daraus eine Partnerschaft erwachsen, die sich auch auf die Unterstützung für die Bereiche Entwicklung und Produktion erstreckt. Der Weltkonzern für Blechbearbeitungsmaschinen ist heute einer der wesentlichsten Kunden der DTMT.
Blech statt Guss
Auch Druckmaschinenhersteller Heidelberg ließ anfangs lediglich leere Schaltschränke in Mechernich fertigen, bevor dann andere Kompetenzen dazukamen. Hier beispielsweise war es das Wissen über Werkstoffe und Verbindungstechniken, welches für ein Projekt genutzt wurde. Die Aufgabenstellung lautete, für den Förderrahmen einer Druckmaschine eine Alternative zu entwickeln. Die alte Gestaltung – eine massive Gusslösung – war sehr teuer und aufwändig in der Herstellung. „Der Kunde war skeptisch, als wir ihm eine Lösung aus Blech vorstellten. Die Verfahrens-kombination aus Laserschweißen und Laserschneiden sowie die machbare Genauigkeit von plus/minus drei Hundertstel Millimeter haben ihn letztendlich überzeugt“, so Richard Zinken. Mal wieder ein Stück Mut also für eine alternative und erfolgreiche Lösung.
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