Teilereinigung

Medien und Energie bei der Teilereinigung effizient einsetzen

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Energieeffizienz in der Teilereinigung hat sich in vielen Unternehmen ausgezahlt

Reiner Grün ist in der Surtec GmbH aus Bensheim, einem Unternehmen, das sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Reinigungschemikalien beschäftigt, für die Vertriebssteuerung verantwortlich. Grün ist im Bereich des Vertriebes von Reinigungschemikalien schon Jahrzehnte tätig. Zum Thema Energieeffizienz in der Teilereinigungsbranche befragt, meint der Manager: „Unsere allererste Devise ist es, nicht einen Punkt in der Anlage anzuschauen, sondern das gesamte Verfahren zu betrachten.“ Es ist dann häufig zu klären, ob wirklich eine Einsparung zu erzielen ist, wenn zum Beispiel durch die Wahl eines bestimmten Reinigungsmittels bei geringeren Temperaturen gereinigt wird. Häufig muss die Temperatur dann durch einen erhöhten Energieeinsatz beim Trocknen zugeführt werden. Grün sagt, das Reinigungsergebnis stehe im Vordergrund: „Was will ich wie gut reinigen? Vorher ist ein Versuch, ob es funktioniert, obligatorisch.“ Zurzeit tut sich viel im Kopf, so der Branchenprofi Grün.

Frank-Holm Rögner, Abteilungsleiter E-Prozesse am Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP in Dresden, meint zum Thema Energieeffizienz in der Teilereinigung: „Die Energiefrage ist zurzeit ein Haupttreiber in der Branche.“ Diese Diskussion fokussiert sich im Moment auf die Reinigung mit flüssigen Medien. Zu den Handlungsoptionen gibt es dann verschiedene Philosophien. Für gravierend hält er, dass die meisten Reinigungsanlagen ohne Regelung oder Prozessüberwachung gefahren werden. Damit erfolgt der Betrieb nicht am optimalen Arbeitspunkt. Die Folge sind zu hohe Wassernachspeisungen, Chemikalienverbräuche oder Badwechsel, die wiederum zu einem hohen Energieverbrauch unter anderem durch Pumpen und Heizen führen. An dieser Stelle sieht der Forscher einen Hauptansatzpunkt, wenn es um die Steigerung der Energieeffizienz beim Reinigungsprozess geht. Gerade für den Badzustand wird kaum eine angemessene Überwachungstechnik verwendet. „Dieses könnte sich kein Werkzeugmaschinenbauer oder Verfahrenstechniker erlauben“, so Rögner. Meistens werden die Anlagen so über den Daumen gefahren. Gerade hier sieht er den Ansatzpunkt für anwendungstechnisch erfolgreiche Entwicklungen, die Energie und damit Kosten sparen können.

(ID:38373180)