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Teilereinigung

Medien und Energie bei der Teilereinigung effizient einsetzen

| Autor/ Redakteur: Thomas Isenburg / Claudia Otto

Kaum eine Branche hat in den vergangenen Jahren so intensiv Karriere gemacht wie die Teilereinigung. Jetzt rückt die Energieeffizienz auf der Agenda der Branche weiter nach oben. Gerade die Prozessbäder bieten Chancen für vielfältige Energieeinsparungen, wie die Experten der Prozesstechnik meinen.

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Eine Teilereinigungsanlage, wie sie zum Kunden geht: Häufig ist die Verfahrenstechnik noch nicht auf den energieeffizientesten Punkt eingestellt.
Eine Teilereinigungsanlage, wie sie zum Kunden geht: Häufig ist die Verfahrenstechnik noch nicht auf den energieeffizientesten Punkt eingestellt.
( Bild: BVL Oberflächentechnik )

Bei der Teilereinigung werden Bauteile, die mit Bearbeitungsflüssigkeiten und Spänen beaufschlagt sind, häufig mit wässrigen Reinigungsflüssigkeiten entfernt. Meist ergibt sich durch praktische Versuche ein Verfahren aus Reinigungs-, Spül- und Trocknungsprozessen. Durch einzelne Verfahrensschritte werden unterschiedlichste verfahrenstechnische Applikationen möglich. Es kommt zu Spritzreinigungen, Flutinjektionsprozessen, bei denen das Bauteil mit höheren Strömungsgeschwindigkeiten behandelt wird. Ähnlich werden Spülprozesse ausgelegt und es schließt sich häufig eine Warmluft- oder Vakuumtrocknung an.

Ressourcenverbrauch beeinflusst die Herstellungskosten

Der Ressourcenverbrauch einer Reinigungsanlage hat Einfluss auf die Herstellungskosten eines Teiles. Hintergrund ist das vermehrte Streben nach einer besseren Kohlendioxidbilanz. Dazu wird versucht, mit möglichst geringem Energieaufwand saubere Teile zu erzeugen. Die Betriebswirte in den Unternehmen betrachten die Total Cost of Ownership (TCO). In die Kostenrechnungen sollen nicht nur die Anschaffungskosten, sondern sämtliche Aspekte der späteren Nutzung wie Energie, Reparatur und Wartung der betreffenden Komponenten eingehen. Kostentreiber sollen erkannt werden.

Daniel Decker leitet die Abteilung Forschung und Entwicklung des Anlagenbauers BVL Oberflächentechnik GmbH in Emsbüren. Er meint: „Ein Diskussionspunkt sind besonders energieeffiziente Pumpen.“ In der Reinigungstechnik benötigen diese Bauteile jedoch einen sehr langen Zeitraum zum Return on Invest, sodass sich eine Investition nicht rechnet. Jedoch fügt der Experte für Teilereinigungsanlagen hinzu: „Bei neuen Anlagen werden häufig effizientere Pumpen gefordert.“ Ein Aspekt ist, dass die entsprechenden Pumpen beim Anlaufen mehr Energie benötigen könnten als die herkömmlichen. Dafür benötigen sie im Dauerbetrieb weniger Elektrizität. Viele Reinigungsanlagen werden im getakteten Betrieb gefahren. Daher werden die Pumpenmotoren ständig an- und abgefahren. Unterm Strich kann der Energieverbrauch sogar steigen.

Kontrolle des Reinigungsmediums kann Kosten der Teilereinigung drücken

Besonderes Augenmerk sollte bei der Kostenminimierung nach Aussagen von Decker auf das Reinigungsmedium gerichtet werden. Die BVL Oberflächentechnik bietet in diesem Bereich eine spezielle Messtechnik an. Im Laufe des Reinigungsprozesses wird das Bad durch die Kontaminationen des Bauteils angereichert: Die Waschlauge reichert sich dann zunehmend mit Ölen und Kühlschmierstoffen an. Zur Standzeitverlängerung des Bades werden dann Badpflegemaßnahmen, wie zum Beispiel engmaschige Filter und Koaleszenzölabscheider, dem Prozess zugeführt. Diese benötigen zusätzliche Energie. Durch eine speziell entwickelte Messtechnik kann der Anlagenbauer den Einsatz der benötigten Aggregate auf die Notwendigkeit abstimmen.

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