Satte Verluste Mercedes-Benz beklagt Gewinneinbruch von über 50 Prozent

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Gewinn bei Mercedes-Benz ist im ersten Halbjahr um mehr als die Hälfte in den Keller gerutscht, wie man jetzt erfahren musste. Ob das Sparpaket greift?

Der Stuttgarter Luxusautohersteller Mercedes-Benz offenbart, dass sein Gewinn um über 50 Prozent eingebrochen ist. Ein Sparprogramm soll es in den nächsten Jahren richten ...(Bild:  Mercedes-Benz)
Der Stuttgarter Luxusautohersteller Mercedes-Benz offenbart, dass sein Gewinn um über 50 Prozent eingebrochen ist. Ein Sparprogramm soll es in den nächsten Jahren richten ...
(Bild: Mercedes-Benz)

Das Konzernergebnis bei Mercedes-Benz sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55,8 Prozent ab (von rund 6,1 Milliarden Euro auf rund 2,7 Milliarden), wie der Autobauer jetzt mitteilen muss. Als Gründe dafür gaben die Stuttgarter unter anderem Zölle, geringere Absatzzahlen und Aufwendungen für Effizienzmaßnahmen an. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr rechne Mercedes nun mit einem Konzernumsatz, der deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte. Die bereinigte Umsatzrendite der Pkw-Sparte soll 2025 nur noch zwischen vier und sechs Prozent liegen. Im ohnehin schon schwachen Vorjahr betrug sie 8,1 Prozent. Auch dieser Absatz werde voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen.

Der Mercedes-Benz-Umsatz schrumpft

Was den Umsatz des Premiumfahrzeug-Herstellers betrifft, so fiel dieser im ersten Halbjahr um 8,6 Prozent (von 72,6 Milliarden Euro auf rund 66,4 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis (Ebit) ging um rund 55 Prozent (von 7,9 Milliarden Euro auf rund 3,6 Milliarden Euro) zurück. Aber schon im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Mercedes-Benz einen deutlichen Gewinneinbruch zu beklagen. Der lag vor allem am schlecht laufenden Geschäfts in China. Das Konzernergebnis brach 2024 im Jahresvergleich bereits um gut 28 Prozent (auf 10,4 Milliarden Euro) ein. Der Umsatz fiel im Gesamtjahr um 4,5 Prozent auf 145,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte um fast ein Drittel auf 13,6 Milliarden Euro ab.

Das ist das Mercedes-Benz-Sparprogramm

Um die Profitabilität und den Absatz in den nächsten Jahren wieder zu steigern, hatte der Vorstand bekanntlich im Februar ein Sparprogramm ausgerufen. Wenn das abgespult werde, sollen bis 2027 die Produktionskosten im Vergleich zum aktuellem Stand, um rund zehn Prozent gedrückt werden. Zusätzlich will man die Materialkosten optimieren. Auch die Fixkosten sollen um weitere zehn Prozent bis 2027 sinken. Mit dem Gesamtbetriebsrat einigte sich das Unternehmen auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das auch ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen – also nicht in der Produktion – vorsieht.

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