Sprint beendet Mercedes-Benz stoppt Bau vom Sprinter in Ludwigsfelde

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Mercedes-Benz will die Serienproduktion des Modells Sprinter in Brandenburg nach Angaben der Landesregierung bis 2030 beenden, so die dpa.

Der Sprinter von Mercedes-Benz läuft derzeit im brandenburgischen Ludwigsfelde vom Band. Doch die allgemeinen Probleme in der Autoindustrie führen nun dazu, dass der Konzern die Fertigung bis Ende 2029 einstellen und verlagern will. Wie es dann weitergeht, ist noch unklar ...(Bild:  Mercedes-Benz)
Der Sprinter von Mercedes-Benz läuft derzeit im brandenburgischen Ludwigsfelde vom Band. Doch die allgemeinen Probleme in der Autoindustrie führen nun dazu, dass der Konzern die Fertigung bis Ende 2029 einstellen und verlagern will. Wie es dann weitergeht, ist noch unklar ...
(Bild: Mercedes-Benz)

Die Autobauer in Deutschland haben derzeit unter anderem mit neuen Wettbewerbern in China und den US-Zöllen zu kämpfen. Und Mercedes-Benz beabsichtigt, die Serienproduktion von Sprinter-Modellen am Standort Ludwigsfelde auslaufen zu lassen. Bis Ende 2029 sei die Auslastung des Werks aber gewährleistet. Als Hintergrund dieser zeitlichen Begrenzung ist die geplante Verlagerung der Produktion von E-Sprinter-Modellen nach Polen. Von Mercedes-Benz gab es zunächst keine Stellungnahme. In Ludwigsfelde stellen rund 2.000 Beschäftigte Sprinter mit offenen Baumustern her. Mercedes-Benz bietet das Modell mit fossilen Brennstoffen und Elektroantrieb. Es gibt übrigens Werke in Ludwigsfelde, Düsseldorf und Charleston (USA). Zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat wurde wohl eine Beschäftigungssicherung bis einschließlich Dezember 2029 für Ludwigsfelde verhandelt.

Landesregierung will Sprinter-Stopp zur Chefsache machen

Für die Zeit ab 2030 gibt es aber noch keine Antworten, die eine vollständige Kompensation für die auslaufende Produktion auf konstantem Beschäftigungsniveau bietet, wie es weiter heißt. Aber nach Angaben der Landesregierung ist bisher eine sogenannte Anlauffabrik für künftige Van-Modelle und ein Kompetenzzentrum für die Individualisierung von E-Vans geplant. Die Brandenburger Landesregierung will außerdem erreichen, dass Sprinter-Modelle mit Verbrennungsmotoren in Ludwigsfelde weiter produziert werden sollen, solange sie hergestellt werden. Man fordert auch einen ausreichenden Ausgleich der künftig wegfallenden Produktion. Die IG Metall reagierte verärgert auf die Pläne des Autobauers. Demnach will man das nicht so einfach hinnehmen. Es könne nicht sein, dass sich Mercedes vom Acker mache. Am 13. September ist deshalb auch ein Aktionstag geplant. Der CDU-Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum rief Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auf, die Zukunft des Werks zur Chefsache zu machen.

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