Aufatmen unterm Stern Mercedes-Benz will derzeit keine Werksschließungen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Mercedes-Benz verfolgt mit Blick auf die Sprinter-Produktion in Brandenburg nach eigenen Angaben aktuell keine Pläne, das Werk Ludwigsfelde zu schließen, wie die dpa erfahren hat.

Die Zukunft der Mitarbeiter des Mercedes-Benz-Werkes in Ludwigsfelde ist fraglich. Die Gewerkschaft will alles tun, um das Schlimmste zu verhindern. Heute wurde vom Autobauer immerhin geäußert, dass eine Werksschließung nicht zur Debatte steht.(Bild:  Mercedes-Benz)
Die Zukunft der Mitarbeiter des Mercedes-Benz-Werkes in Ludwigsfelde ist fraglich. Die Gewerkschaft will alles tun, um das Schlimmste zu verhindern. Heute wurde vom Autobauer immerhin geäußert, dass eine Werksschließung nicht zur Debatte steht.
(Bild: Mercedes-Benz)

Das Mercedes-Benz-Werk Ludwigsfelde fertigt aktuell die offenen Baumuster des Sprinter und E-Sprinter – aber, wie der Automobilhersteller betont, nur so lange, wie die Nachfrage groß genug ist.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) sieht deshalb Zukunftschancen für den Standort: „Wir gehen davon aus, dass es eine Perspektive gibt. Denn wir stellen fest, dass die Verbrenner auch im Sprinter-Bereich noch länger gefragt.“ Das könne vielleicht dazu führen, dass die Beschäftigungsgarantie verlängert werde – möglicherweise sogar um einige Jahre. Keller war nach eigenen Angaben kürzlich auch schon diesbezüglich mit der Unternehmensspitze im Gespräch.

Das ist der Hintergrund der Debatten

In der vergangenen Woche hatte Mercedes-Benz mitgeteilt, in Ludwigsfelde inzwischen eine sogenannte Anlauffabrik für die Elektroplattform Van Electric Architecture etabliert worden ist. Der Autobauer hatte außerdem im Mai 2023 angekündigt, dass er beim Geschäft mit Transportern seine Kosten deutlich reduzieren will, um die Wettbewerbsfähigkeit im Hinblick auf Kosten zu steigern und bei Elektromobilität führend zu sein. Die IG Metall lädt deshalb für den 13. September zu einem Aktionstag für den Erhalt des Werks ein. Rund 1.800 Beschäftigte sorgen sich nicht zuletzt um ihre Existenz. Am Werk hingen auch die Arbeitsplätze Hunderter Beschäftigter aus den Sektoren Zulieferung, Logistik und Dienstleistung rund um den Standort. Die Gewerkschaft setzt sich, wie es heißt, für eine verlässliche Zukunftsperspektive in Ludwigsfelde und seine Beschäftigten ein. Weitere Optionen würden nun in Abstimmung mit Sozialpartnern geprüft.

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