Anbieter zum Thema
Der verbrauchte Draht wird unmittelbar nach dem Abrichtprozess in kurze Stücke geschnitten und in einem Behälter gesammelt. Die Keramik-Führungsscheibe, über welche der Elektrodendraht läuft, ist sehr widerstandsfähig und verschleißt erst nach mehreren Hundert Stunden. Sie besitzt an ihrem Umfang drei der erwähnten Aussparungen, bei Bedarf wird sie einfach um eine Drittelteilung weitergedreht und damit ist wieder eine intakte Drahtführung vorhanden.
Die Steuerung für das Abrichtgerät ist in die Steuerung der Schleifmaschine integriert. Sie hat alle erforderlichen Abrichtfunktionalitäten und enthält auch eine Software für intelligentes Profilieren mit Bahnoptimierung (Studer Dress integrated). Der Schleifer benötigt für die Bedienung des Abrichtgerätes keine spezielle Ausbildung, er wird von den übersichtlichen Vorgaben auf dem Bildschirm der Steuerung geführt.
Auch für Schwerzerspanung und Highspeed-Prozesse
Die Neuentwicklung erbringt zudem erhebliche Energieeinsparungen im Rahmen der Blue-Competence-Maßnahmen bei Studer: Während des Abrichtens benötigt das Gerät nur etwa 500 W, während der Stand-by-Phasen nur 25 W. Zum Vergleich: Das rotierende Abrichten mit Diamantscheiben verbraucht 1,5 kW. Dabei beträgt der Energieaufwand für die Bereitstellung der Sperrluft, die permanent erforderlich ist, 1 kW.
Die Entwicklung der Wire-Dress-Technik von den Grundlagen über die Erprobung bis zum Industrieprodukt in sieben Jahren wurde auch auf der Schleifmaschine S22 durchgeführt. Dies ist eine Produktionsplattform für die Massenfertigung von Teilen mittlerer Größe. Sie ermöglicht das Rundschleifen, Formen- und Gewindeschleifen sowie Heavy-Duty-Anwendungen mit 160 mm breiten Schleifscheiben oder Hochgeschwindigkeitsschleifen mit Schnittgeschwindigkeiten bis 140 m/s. Wire Dress wird auch auf den CNC-Universal-Rundschleifmaschinen S31 und S41 angeboten. MM
* Michael Klotz ist Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung bei der Fritz Studer AG in 3602 Thun (Schweiz)
(ID:42970827)