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Auf der Messe Automatica 2010 feierte die neue Roboterserie KR Quantec ihre Premiere. Mit einem Modellspektrum von 15 Grundtypen deckte erstmals eine einzige Roboterfamilie den Traglastbereich von 90 bis 300 kg bei Reichweiten von 2500 bis 3100 mm komplett ab. Die KR-Quantec-Roboter zeichnen sich durch bis zu 160 kg weniger Gewicht und 25 % weniger Volumen im Vergleich zur Vorgängerserie aus.
Die leichteren Bauteile ermöglichen eine höhere Dynamik und kürzere Taktzeiten. Doch nicht nur mit dem Roboter machte Kuka die Automation leichter. Bei der ebenfalls neuen Steuerung KR C4 sind nicht nur Roboter-, Bewegungs-, Ablauf- und Prozesssteuerung integriert, sondern auch die komplette Sicherheitssteuerung. Kuka hat bei dem Steuerungssystem konsequent auf limitierende Hardware verzichtet und diese durch intelligente Softwarefunktionen ersetzt.
Die Mensch-Roboter-Kollaboration rückt in den Fokus
Die Weiterentwicklung des Leichtbauroboters mündete dann 2013 im LBR iiwa, der für die Mensch-Roboter-Kollaboration ausgelegt und mit einer Mechanik und Antriebstechnik für den industriellen Einsatz ausgestattet ist. Und dafür steht auch der Name iiwa: intelligent industrial work assistent. „Mit dem LBR iiwa können feinfühlige und komplexe Montageaufgaben automatisiert werden, bei denen der Einsatz von Robotern bisher nicht möglich war“, erklärte Geschäftsführer Gundel anlässlich der Präsentation auf der Hannover-Messe 2013. „Zudem wird es künftig möglich sein, dass Mensch und Roboter Hand in Hand arbeiten. Der Übergang von der Industrierobotik zur Servicerobotik wird damit fließend sein.“
Der Siebenachser hat bei 7 kg Traglast ein Gewicht von nur 22,3 kg und wiegt in der 14-kg-Variante lediglich 29,5 kg. Durch die integrierte Sensorik und die Impedanzregelung verfügt er über eine programmierbare Nachgiebigkeit im Automatikbetrieb. Der Roboter kann also sozusagen fühlen. Somit werden Aufgaben nicht mehr durch Positionsgenauigkeit gelöst, sondern über die Nachgiebigkeit.
Einblicke in künftige Produktionskonzepte mit dem Leichtbaurobotern gewährt Kuka auf der Automatica 2014
„Seine feinfühlige Kollisionserkennung durch integrierte Gelenkmomentensensorik in allen Achsen prädestiniert den LBR iiwa für feinfühlige Fügeprozesse und ermöglicht den Einsatz einfacher Werkzeuge“, sagte Dr. Ralf Koeppe, Leiter des Bereichs Forschung und Entwicklung bei der Kuka Laboratories GmbH. Weil die Nachgiebigkeit aus dem Roboter und nicht aus dem Werkzeug, beispielsweise dem Greifer, kommt, kann sich der Anwender eine aufwendige Peripherie sparen.
Einblicke, wie zukünftige Produktionskonzepte mit dem Leichtbauroboter oder auch die direkte Mensch-Roboter-Interaktion aussehen können, gewährt Kuka auf der Automatica 2014 im kommenden Juni. Denn dort steht der LBR iiwa im Mittelpunkt des Messeauftritts. Die Zeiten der eisernen Gesellen sind also endgültig vorbei.
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