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Robotik

Mit dem Leichtbauroboter in eine neue Ära der Automatisierung

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Vom eisernen Gesellen zum intelligenten Helfer – so kann man die Entwicklung der Robotertechnik der vergangenen Jahrzehnte beschreiben. Mit seinen Entwicklungen immer vorne dabei war Kuka. Sein sensitiver und nachgiebiger Leichtbauroboter schlägt ein neues Kapitel in der Zukunft der Robotik auf.

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Mensch und Roboter an einem Arbeitsplatz ohne trennenden Schutzzaun: Der Leichtbauroboter LBR iiwa mit seiner integrierten Sensorik macht es möglich.
Mensch und Roboter an einem Arbeitsplatz ohne trennenden Schutzzaun: Der Leichtbauroboter LBR iiwa mit seiner integrierten Sensorik macht es möglich.
( Bild: Kuka )

Als man Roboter noch eiserne Gesellen nannte, waren sie groß, schwer und von Sicherheitszäunen umgeben. Heute spricht man immer häufiger von intelligenten Helfern und sie sind rank und schlank. Teilweise arbeiten sie sogar Hand in Hand mit dem Menschen.

Diese Entwicklung hat Kuka wesentlich geprägt. Der Name ist heute Sinnbild für Robotertechnik. Dabei hat das Augsburger Unternehmen eine viel längere Geschichte als die Robotik, die erst 1959 mit dem Unimate von George Devol und Joseph Engelberger ihren Anfang nahm.

Gründung als Acetylenwerk

1898 gründeten Johann Josef Keller und Jakob Knappich das Acetylenwerk Augsburg-Oberhausen, Keller und Knappich. Das Unternehmen befasste sich mit der industriellen Herstellung von Acetylen-Generatoren. Damit wollte man im Vergleich zum importierten Beleuchtungspetroleum eine kostengünstige Alternative für die Haus- und Stadtbeleuchtung anbieten. Jakob Knappich schrieb damals in seinem „Kleinen Katechismus des Acetylenlichts“: „Möge dieses herrliche Leuchtmittel allenthalben diejenige Beachtung finden, die es verdient.“

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Sein Wunsch ging leider nicht in Erfüllung, denn ein gewisser Thomas Alva Edison erfand die Glühlampe und so musste das junge Unternehmen bereits 1905 seine Geschäftsidee umstellen – und zwar auf die Autogen-Schweißtechnik. Wie es in den Unterlagen heißt, brachte die deutsche Gasglühlichtgesellschaft unter der Bezeichnung „Osramlampe“ eine Glühbirne in den Handel, deren Glühfaden aus einer Legierung von Osmium und Wolfram bestand. Vor diesem Hintergrund beschloss die Keller & Knappich GmbH, die Produktion auf die neue Erfindung Autogen-Schweißtechnik auszuweiten, eine Schweißmethode, die im Handwerk und in der Industrie mehr und mehr akzeptiert wurde. Gefertigt wurden Schweißgeräte für Metall verarbeitende Betriebe und schon mit dem Start gab man das Ziel aus, sich an die Spitze der deutschen Schweißtechnik setzen zu wollen.

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