Fügen

Mit dem richtigen Werkzeug zur optimierten Kunststoffverbindung

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Frage der Standardisierung ist ein Kostenfaktor

Karsten Ringelberg ist Leiter der Vertriebsregion Nord der Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG. Er ist direkt bei den Kunden vor Ort und weiß, welche Anforderungen diese an eine Verbindung haben. „Neben den technischen Vorgaben sind es die geringe Montagezeit, eine hohe Prozesssicherheit und natürlich die Gesamtkosten des Bauteils, die im Vordergrund stehen. Aber auch die Bauraumoptimierung wird immer wichtiger, denn Bauraum ist heutzutage eine Rarität“, sagt Ringelberg.

Ebenfalls ein Kostenfaktor ist für ihn die Frage der Standardisierung. „Wie viele lebende Artikel nutzt eine Firma wirklich?“ Oder: „Ist die Bauteilkonstruktion auch mit Blick auf die Vielfalt der Verbindungselemente entstanden?“ Wenn es um die Kostenbetrachtung einer Verbindungslösung geht, sind für Ringelberg auch diese Fragen sehr wichtig.

Grundsätzlich hat der Konstrukteur beim Verbinden von Kunststoffbauteilen die Wahl zwischen Nieten, Gewindeeinsätzen sowie gewindeformenden Schrauben. Gut etabliert hat sich in den letzten Jahren das Verschrauben von Kunststoffen. So hergestellte Verbindungen lassen sich im Vergleich zum Kleben oder Schweißen mehrfach lösen. Darüber hinaus ist ihre Betätigung für das Montieren wie auch für das Demontieren klar definiert, im Gegensatz zum Beispiel zu Schnappverbindungen.

Ein Ansatz sind Direktverschraubungen, die weder Muttern noch Inserts zur Verbindung der Komponenten benötigen. Entsprechend entfällt also ein Fertigungsschritt. Die Schrauben furchen sich selbstständig ihr Gewinde in das vorhandene Kernloch eines Kunststoffbauteils. Kostenintensive Prozesse im Umfeld der Vorbereitung der Schraubstelle sind so nicht mehr nötig.

Potenziale für Kosteneinsparungen über gesamte Systemkostenkette

Sebastian Schlegel ist als Produktmanager bei der Arnold Umformtechnik für den Bereich Kunststoff-Fügetechnik zuständig. Er erläutert das Funktionsprinzip einer Remform-Schraube: „Durch die asymmetrische Gewindegeometrie werden die Kräfte, die beim Einschrauben entstehen, in eine definierte Richtung gelenkt“, erläutert Schlegel. „Um den Materialfluss zu verbessern, wurde die vom Schraubenkopf abgewandte Gewindeflanke mit einem Radius versehen.

Die dem Schraubenkopf zugewandte, steile Seite fängt den verdrängten Kunststoff ab und erhöht die Gewindeflankenüberdeckung. Sie gewährleistet hohe Ausreißkräfte und Drehmomente.“ Ziel sei es, ein möglichst vollständig tragendes Gewinde auf der gesamten Länge des Schraubenschaftes zu erreichen, so Schlegel weiter.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:39491580)