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Mit Laserliniensensoren zu effizienteren Messaufgaben

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Laserliniensensoren messen Grunddicke und Gesamtdicke

Selbstverständlich können die Profilsensoren auch zu dem genutzt werden, wofür sie eigentlich entwickelt worden sind – zur Messung von Profilen. Bei der Herstellung von Riffel- beziehungsweise Warzenblech ist nicht nur die Grunddicke, sondern auch die Gesamtdicke des hergestellten Produkts von Interesse. Sowohl Verfahren mit einem großen Messfleck, wie beispielsweise röntgen- oder isotopenstrahlungsbasierte Verfahren, als auch solche mit sehr kleinem Messfleck, wie die punktförmige Lasertriangulation, oder gar berührende Verfahren sind nicht in der Lage, diese Aufgabe zu lösen. Die Laserliniensensoren besitzen je nach Messbereich eine maximale Linienbreite von bis zu 64 mm. Da die Geometrie der Walze, mit der das Tropfen- beziehungsweise Warzenprofil in das Blech gewalzt wird, bekannt ist, kann der Sensor so positioniert werden, dass sowohl das Maximum der Warze als auch die Grunddicke des Bleches von der Laserlinie sicher erfasst wird. Durch die hohe laterale Auflösung der Liniensensoren können die Kanten des Messguts ausgezeichnet identifiziert werden. Dies ermöglicht es, in Längsteilscheren das Querprofil für jeden einzelnen Ring zu ermitteln. Für Verfahren mit großem Messfleck ist dies sehr schwierig, da die laterale Auflösung des Verfahrens für diese Messaufgabe oft nicht ausreicht, wenn die gespaltenen Streifen schmal sind. Für Ringe, die aus Bändern geschnitten werden, die sehr eng an der Mindesttoleranzgrenze liegen, kann mit der Hilfe einer auf Profilscannern basierten Dickenmessanlage die Ausbeute erhöht werden, die aus einem Coil gewonnen werden kann. Ein produzierter Ring kann noch in der Toleranz liegen, während der benachbarte nicht mehr oder nicht innerhalb dieses Auftrags verkauft werden kann. Wenn nur ein Dickenprofil vorliegt, dessen laterale Auflösung sehr unscharf ist, wird eventuell ein Ring mit akzeptablem Maß nicht mehr in den Umlauf gebracht. Die Messung für einzelne Ringe kann nicht nur nach der Schere erfolgen. Wird der Dickenmessanlage die Position der Messer über das Prozessinterface mitgeteilt, so wird die Breite der Ringe virtuell einbezogen. Das System kann vor den Messern platziert werden und trotzdem wird für jeden Ring ein Dickenprofil erzeugt.

Die vorher beschriebene Möglichkeit der Kantendetektion lässt auch eine präzise Breitenmessung zu. Dazu wird zusätzlich zur Sensorik für die Dickenmessung ein dritter Laserliniensensor in das System integriert, der unabhängig positioniert werden kann. So können die beiden Kanten eines Streifens synchron erfasst werden und ein eventuelles Schwärmen hat keinen Einfluss auf das Messergebnis. Während die Dickensensorik permanent über die Breite des gesamten Materials bewegt wird, wird der Breitensensor jeweils am nächsten Schnittspalt positioniert. Sobald beide Sensoren die Kante des Streifens detektieren, wird die Breitenmessung für den Streifen durchgeführt.

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