Rohrleitungen

Montage-Hilfsmittel erleichtern Instandhaltung von Verschraubungen

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Der Bolzen kann sich ab dem Zeitpunkt nicht mehr mitdrehen. Die aufgebrachte Kraft wird nun so lange zwischen Disc und Mutter angestaut bis das eingepresste Gewindesegment der Disc sich löst und die Kraft sich auf den gesamten Bolzen verteilt. Der Bolzen wird nun mit Hilfe des Drehmomentschraubers weiter bis zum gewünschten End-Drehmoment vorgespannt; das eingepresste Gewindesegment der Disc wird axial nach oben in einen dafür vorgesehenen Freiraum gezogen.

Beilegscheibe Disc erspart Gegenhalteschlüssel

Aufgrund der Geometrie der Disc und der unterschiedlichen Reibverhältnisse wird sichergestellt, dass sich die Disc nicht auf der Auflagefläche dreht. Auch sind keine Gegenhalteschlüssel mehr notwendig.

Wesentlich für die Arbeits- und für die Anlagensicherheit ist ein ferngesteuertes, handfreies Verspannen und Lösen von Schraubverbindungen auch beim Ausführen von Überkopfarbeiten.

Bei simultanem Einsatz mehrerer Werkzeuge bei Verwendung der Sechskantbeilegscheibe Disc (Bild 2) erfolgt das Verspannen der einzelnen Flanschbolzen kontrolliert, parallel und vor allem vorspannkraftgenau und seitenlastfrei. Dank der Disc dreht sich der einzelne Flanschbolzen während des Verschraubungsvorgangs nicht mit. Es werden keine Biegebelastungen eingeleitet.

Leckagefreie Flanschverbindungen nur ohne Biegebelastungen erreichbar

Nur damit ist gewährleistet, dass sich die beiden Flanschhälften und die innen liegende Dichtung gleichmäßig setzen und nicht einseitig belastet werden. Dies ist eine Grundvoraussetzung für leckagefreie Flanschverbindungen.

Das Simultorc-Verfahren reduziert das Umsetzen der Werkzeuge drastisch und spart somit wertvolle Arbeitszeit. Das schafft Planungssicherheit sowohl für die Stillstände als auch die Arbeits- und Anlagensicherheit und verkürzt die Revisionszeiten durch die Montagezeiteinsparung erheblich.

Öffnen und Schließen der Flanschverbindungen beschädigt Auflageflächen

Jedoch müssen gewisse Flansche immer wieder geöffnet und geschlossen werden. Dabei entstehen bislang immer wieder beschädigte Auflageflächen, deren Behebung sehr viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

Bei Flanschen, die der Druckbehälterverordnung unterliegen oder aus duktilen Werkstoffen bestehen, ist eine mechanische Nachbearbeitung der Flanschoberflächen äußerst schwierig. Dies kann jedoch durch Einsatz der Disc verhindert werden, denn es dreht sich nur die Standard-Sechskant-Mutter auf der Disc und nichts auf der Auflagefläche des Flansches.

Spezielle Hydraulikpumpe für Maschinenbauer

Für den Maschinen- und Anlagenbau existiert eine spezielle Hydraulikpumpe. Mit der sogenannten Smart-Pump (Bild 3) kann mit Hilfe von handelsüblichen hydraulischen Drehmomentschraubern mobil und baustellentauglich wahlweise sowohl nach dem Drehmoment-, Drehmoment-Drehwinkel- oder nach dem streckgrenzgesteuerten Verfahren bei zeitgleicher Dokumentation verschraubt werden.

Die Smart-Pump erlaubt dem Konstrukteur, alle notwendigen Schraubvorgänge von seinem Schreibtisch aus mit einer Parametersoftware zu programmieren und sie dem Monteur per Multi-Media-Card an die Hand zu geben. Der Monteur muss auf der Baustelle praktisch nur noch die Fernbedienung der Smart-Pump drücken und den Anweisungen auf dem Display folgen. Somit sind Fehler bei einfachster Bedienbarkeit ausgeschlossen. Sämtliche Verschraubungsvorgänge werden zur Nachweissicherung protokolliert.

Patrick Junkers ist Geschäftsführer von Hytorc-S, einem Bereich der Barbarino & Kilp GmbH in 82152 Krailling.

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