Teure Werkstoffe nur dort einsetzen, wo sie nötig sind, ist die Vision des Sonderforschungsbereichs SFB 1153 „Tailored Forming“. Zwei laserbasierte Verfahren sollen dabei helfen, sagt das LZH.
Zwei neue Laserbearbeitungsverfahren untersuchen Forscher am LZH, um hybride Metallbauteile für Hochleistungsanwendungen zu optimieren und teure Materialien zu sparen. Ein Laserverfahren ist das ultraschallunterstützte Laserschweißen, wie hier im Bild zu sehen.
(Bild: LZH)
Das Laser Zentrum Hannover e. V. forscht an zwei Laserverfahren zur Optimierung von umformbaren Hybridbauteilen. So will man es erreichen, dass bei Hochleistungs-Bauteilen nur an den Stellen teure Werkstoffe verwendet werden, wo die Belastungen das erfordern. Denn wenn das erreicht wird, könnten auch bei Hybridhalbzeugen in der Produktion Material und Kosten gespart werden. Der Sonderforschungsbereich SFB 1153 „Tailored Forming“ entwickelt deshalb jetzt eine neuartige Prozesskette zur Herstellung von an die Belastungen angepassten hybriden Massivbauteilen, wobei die Halbzeuge erst gefügt und dann umgeformt werden, wie es weiter heißt. Folgendes haben die Forscher im Sinn:
Ultraschall und Laser stellen Halbzeuge rissfrei her
Rissfreie umformbare Halbzeuge konnte bereits die Gruppe Fügen und Trennen von Metallen mit einem ultraschallunterstützten Laserschweißprozess herstellen. Die Wissenschaftler haben dazu Wellen aus verschiedenen Metallen wie etwa der Paarung Stahl-Stahl oder Stahl-Nickel verschweißt und entsprechende Prozesse entwickelt. Im Fokus stand dabei eben die Frage, wie sich dabei Risse vermeiden lassen und welche Parameter im Schweißprozess welchen Einfluss auf Qualitätsmerkmale wie Einschweißtiefe oder Nahtüberhöhung haben.
Bildergalerie
In der 3. Förderperiode des Sonderforschungsbereichs, die nun anstehe, möchte die Gruppe unter anderem durch Modulation der Laserleistung die Prozessstabilität beim Laserschweißen weiter erhöhen. Auch will man eine Prozessregelung entwickeln, mit der eine wiederholbare, verlässliche Qualität bei der Herstellung der Hybridteile garantiert ist. Schließlich verfolgen die Forscher auch die Idee, die mechanischen Spannungen im Bauteil durch Ultraschall-Nachbehandlung zu verringern.
Laserauftragschweißen verstärkt Bauteile lokal
Die Gruppe Maschinen und Steuerungen forscht weiter an neuartigen Bauteilen mit lokalen, an die Belastung derselben angepassten Eigenschaftsprofilen. Die Wissenschaftler aus Hannover haben dazu mittels laserbasiertem Heißdraht-Auftragschweißen einen, wie es heißt, zwar teuren, aber dafür hochfesten Werkstoff gezielt auf im Betrieb stark belastete Bauteilbereiche appliziert. Die Zahnflanken von Zahnrädern sind dafür etwa mögliche Areale, die man so verstärken kann. So konnten qualitativ hochwertige und harte Beschichtungen aufgetragen und die Eigenschaften der Beschichtung durch die Werkstoffauswahl gezielt beeinflusst werden.
Im nächsten Schritt möchte die Gruppe eine Prozessüberwachung für die Qualitätssicherung beim Auftragschweißen entwickeln. Um das zu erreichen, soll die im Schweißprozess entstehende Sekundärstrahlung des Lasers mit einer speziellen Sensorik gemessen und mit Methoden des maschinellen Lernens analysiert werden. Daraus will man eine Vorhersage der Beschichtungseigenschaften ableiten. Das Ziel ist es, eine zerstörungsfreie Qualitätskontrolle der Beschichtungen direkt während des Prozesses zu schaffen.
Mehr über den Sonderforschungsbereich:
Die Arbeiten des LZH sind, wie gesagt, Teil des Sonderforschungsbereichs SFB 1153 „Prozesskette zur Herstellung hybrider Hochleistungsbauteile durch Tailored Forming“, in dem Expert:innen aus neun Instituten der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover, aus dem LZH und dem Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) daran arbeiten, neue Prozessketten zur Herstellung hybrider Bauteile zu entwickeln.
Das LZH bearbeitet innerhalb des SFB das Teilprojekt A03 „Ultraschallunterstütztes Laserstrahlschweißen zur Erzeugung umformbarer Mischverbindungen“, gemeinsam mit dem Institut für Dynamik und Schwingungen (IDS), und das Teilprojekt A04 „Lokale Anpassung von Werkstoffeigenschaften an Umformrohlingen durch Auftragschweißen zur Erzeugung gradierter hybrider Bauteile“, gemeinsam mit dem Institut für Werkstoffkunde (IW).
Der SFB hat im Juli 2015 die Arbeit aufgenommen. Die 3. Förderperiode läuft über 4 Jahre und beginnt im Juli 2023. Er wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter dem Förderkennzeichen 252662854 gefördert.
Ihr Produkt bekommt die richtige Bühne
„best-Award 2023 zur Blechexpo/Schweisstec“ – jetzt bewerben!
Bereits zum sechsten Mal werden die innovativsten Produkte, Lösungen und Digitalisierungskonzepte der internationalen Fachmesse für Blechbearbeitung ausgezeichnet. In fünf Kategorien ermittelt die Fachjury die Gewinner, die am 7. November auf der Blechexpo/Schweisstec ausgezeichnet werden. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2023!
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.