Höchstfeste Werkstoffe Neue Werkzeuge für die Kaltumformung

Redakteur: Annedore Munde

Steyer (am) – Mit der Technischen Universität Graz entwickelt das Steyrer Werkzeug-Unternehmen Weba derzeit aus Ultrahöchstfestmaterial ein neues Werkzeugkonzept zur Herstellung von B-Säulen. Daraus werden aus dem martensitischen Stahl MSW 1200 zunächst Prototypen gefertigt – erste Gespräche mit OEMs für die Serienanwendung laufen.

Anbieter zum Thema

Das neue Konzept trägt einerseits zu einer Gewichtsreduzierung, andererseits zu einer verbesserten Crash-Sicherheit bei. „Als Technologieführer im Bereich Werkzeuge für ultrahöchstfeste Werkstoffe sehen wir die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich als Verpflichtung an“, erklärt Weba-Geschäftsführer Herbert Danzinger.

Der moderne Karosseriebau verlangt eine Vernetzung von Werkstoff, Konstruktion und Fertigung mit dem Ziel des funktionsoptimierten Leichtbaus. Gemeinsam mit der TU Graz wurde die Entwicklung der B-Säule hinsichtlich Beschaffenheit und Belastbarkeit sukzessive vorangetrieben. Die bisherige Schwachstelle in der Fertigung – Risse im Material – würde durch das neue Werkzeugkonzept zur Materialumformung beseitigt, heißt es.

Neue Umformwerkzeuge vermeiden Risse im Material

Die hohen Anforderungen der B-Säule bezüglich Festigkeit und Bruchdehnung seien durch den Einsatz von Bauteilen mit hochfesten Eigenschaften erfüllt. Unterstützt wird dieses Projekt von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Weba hat für dieses Konzept bereits das Patent angemeldet.

Die Weba Werkzeugbau Betriebs GmbH konzentriert sich auf die Herstellung großer Stanz- und Umformwerkzeuge für höchstfeste und ultrahöchstfeste Strukturteile im Automobilbau. Die Produktion erfolgt in Österreich, Tschechien, Slowenien und Serbien. Eine Exportrate von über 80% sorgt für Wachstum in den Kernmärkten Deutschland, Frankreich, Tschechien, Spanien, Mexiko und USA.

(ID:253236)