Stanzwerkzeuge

Normierte Stanzwerkzeugkonzepte beeinflussen die Kosten eines Stanzteils

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Bei einer hohen Anzahl an Rüstvorgängen macht es Sinn, mehr Zeit und Geld in die Optimierung der Arbeitsschritte zu investieren, um die Rüstzeiten zu senken. Zum Beispiel können Betriebsmittel bereits bei noch laufender Maschine vorbereitet werden.

In der Grafik sind vier verschiedene normierte Werkzeugkonzepte dargestellt. Aus der Matrix sind die verschiedenen Kriterien ersichtlich und auch, wie diese bei verschiedenen Projekten aussehen können. Zum besseren Verständnis wird hier das Kriterium am konkreten Beispiel eines Folgeverbundwerkzeuges (zweite Spalte von links) betrachtet.

Werkzeugzentrierung reduziert Zeitaufwand beim Aufspannvorgang

In diesem Fall war die verfügbare Maschine mit einer Tischgröße von 400 mm × 650 mm ausreichend. Wegen der Materialstärke von 0,6 mm und der geforderten Bauteilgenauigkeit wurde ein Kugelführungssystem eingesetzt. Des Weiteren wurde ein SP-Präzisionsgestell mit der Säulenbefestigung in der Zwischenplatte gewählt. Die geringe Komplexität der Teilegeometrie und damit auch die geringe Anzahl der Prozessfolgen erlaubten den Einsatz eines einfachen Folgeverbundwerkzeuges.

Durch die geringe Produktionsmenge und die dennoch hohe Anzahl an kleineren Aufträgen musste speziell auf den Einsatz von entsprechenden Rüsthilfen geachtet werden. Eine Werkzeugzentrierung beispielsweise reduzierte den Zeitaufwand beim Aufspannvorgang. Zudem sorgt auch eine einheitliche Bandeinlaufhöhe für mehr Effizienz, da mehrere Werkzeuge auf derselben Maschine zum Einsatz kamen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl des richtigen Werkzeugkonzeptes ausschlaggebend ist, um sich schon in der Angebotsphase Wettbewerbsvorteile zu sichern. Welches Konzept schlussendlich gewählt wird, hängt natürlich in erster Linie vom Produktportfolio und den Kundenvorgaben ab.

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