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Stanzwerkzeuge Normierte Stanzwerkzeugkonzepte beeinflussen die Kosten eines Stanzteils

| Autor / Redakteur: Gerhard Krammel / Dietmar Kuhn

Bei vielen Werkzeugbauern werden Werkzeuge immer nach dem gleichen Konzept gebaut. Dieses wird auch dann beibehalten, wenn sich Parameter ändern, die abhängig von der produzierten Jahresstückzahl sind. Doch welche Parameter sind es, die die Kosten eines Stanzteiles je nach produzierter Jahresstückzahl entscheidend beeinflussen?

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Im Stanzbetrieb kommt es vor allem auf Schnelligkeit und Präzision an.
Im Stanzbetrieb kommt es vor allem auf Schnelligkeit und Präzision an.
(Bild: Meusburger/Doduco)

Im Stanzbetrieb kommt es vor allem auf Schnelligkeit und Präzision an. Bei den meist hohen Stückzahlen ist es notwendig, dass das einzelne Stanzteil kostenmäßig am unteren Limit gehalten wird, wenn man als Lieferant wettbewerbsfähig bleiben will. Mit normierten Werkzeugkonzepten bietet Meusburger standardisierte Lösungen an, wobei trotz allem die Flexibilität gegeben ist. Die nachfolgenden Bemerkungen beleuchten zunächst die einzelnen erfolgsabhängigen Parameter.

Hubzahl:

Je größer die produzierte Jahresstückzahl eines Produktes ist, desto wichtiger ist die Wahl der optimalen Hubzahl. Dabei ist zu beachten, dass die höchste Hubzahl nicht automatisch die beste ist. Durch Maximierung der Geschwindigkeit können Werkzeugbrüche und vermehrt Werkzeugreparaturen entstehen. Es ist vorrangig darauf zu achten, dass der Teileoutput pro Schicht maximiert wird.

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Automatisierung:

Je höher die Jahresstückzahlen sind, desto desto mehr kommt es auf die Schnelligkeit beim Coil-Wechsel an. Diese kann beispielsweise durch das Zusammenschweißen von Bandenden mit Bandschweißgeräten erreicht werden. Auch ist wichtig, dass der Maschinenbediener durch die Automatisierung von Peripheriegeräten entlastet wird. Dadurch bleibt mehr Zeit zum Prüfen der produzierten Teile.

Rüsthilfen:

Rüsthilfen sind sehr wichtig bei häufigem Werkzeugwechsel. Die Rüstzeit kann zum Beispiel verkürzt werden, indem für den Umbau notwendige Betriebsmittel bereits im Vorfeld bei noch laufender Maschine vorbereitet werden. Auch bei weniger Werkzeugwechseln hilft das, teure Maschinenstillstände zu vermeiden.

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