Plasmaschneiden

Plasmaschneiden unter Wasser schont Mensch und Umwelt

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Beim Entscheidungsprozess im Zuge der Investition in die Schneidanlage spielten deren qualitative Ergebnisse eine wichtige Rolle. Hier punktet die Hochpräzisions-Schneidanlage von Oerlikon mit doppelseitigen Führungen des Querwagens in Y-Richtung, Kugelumlaufführungen in allen Linearachsen, Wechselstromantrieben mit digitaler Synchronisation an allen angetriebenen Achsen, die eine Führungsgenauigkeit von ± 0,1 mm erreichen.

Unterwasser-Plasmaschneiden minimiert viele Risiken

Die Produktionsleitung bei Eichholz berichtet, dass man dort vor allem Aluminium schneide, dass einen Anteil von 90 % ausmacht. Bei den restlichen 10 % handelt es sich um Edelstahlkomponenten. Für diese nicht rostenden Werkstoffe gilt das Unterwasser-Plasmaschneiden als idealer Bearbeitungsprozess.

Die Emissionsmengen von entstehenden Gasen sowie von verdampfenden Metallen sind so gering, dass der Silohersteller die Plasmaschneidanlage, ohne großen Aufwand für eine Aubsaugtechnik betreiben zu müssen, in den Produktionsfluss integrieren konnte. Außerdem arbeitet die Oerlikon-Anlage sehr leise. Zu den genannten Vorteilen kommt noch hinzu, dass der unter Wasser ablaufende Schneidprozess einen perfekten Schutz gegen Spritzer und gegen die sonst übliche Blendwirkung des Plasmastrahles darstellt. Denn im Unterschied zu vergleichbaren Plasmaschneidanlagen verfügt die neue Alphatome II über eine geschlossene Konstruktion der Schneideinrichtung.

Zwei Wasserbecken machen die Plasmaschneidanlage produktiver

Die auf der Brücke des Querträgers montierte Blendschutzverkleidung senkt oder hebt sich per Knopfdruck. Zur Anlage gehören heute auch zwei Wasserbecken, die Eichholz selbst konstruiert und gefertigt hat. Sie sind mit einem doppelten Boden und einer Luftkammer ausgestattet, damit die Wassertiefe über der Auflagefläche pneumatisch verändert werden kann. Das bietet den Vorteil dass, während der Plasmabrenner in einem Becken automatisiert die Konturen herausschneidet, der Maschinenbediener die geschnittenen Bleche aus dem anderen Becken entnehmen und anschließend neue Bleche für das Schneiden vorbereiten kann. Zusammen mit der insgesamt gestiegenen Anlagenleistung, einschließlich der integrierten CNC, optimiert die Alphatome II die Produktivität ganz entscheidend. Ein positiver Aspekt ist außerdem, dass die Bedienung wesentlich einfacher geworden ist.

Das zweite Arbeitsbecken erhöht die Produktivität und bietet die Möglichkeit, auch parallel laufende Arbeiten zu betreuen, wie etwa zusätzlich die Lagerbestände zu kontrollieren. Während des automatisierten Schneidprozesses kann der Bediener an den gegenüberliegend platzierten Schweißtischen gegebenenfalls auch noch andere Fertigungsprozesse betreuen.

Plasmaschneidanlage mit gut abgestimmten Komponenten aus einer Hand

Weitere Nutzwerte der Alphatome II ergeben sich aus der eigenen Entwicklung, Fertigung und Lieferung durch Oerlikon. Die Führungsmaschine mit der Mechanik zum Bewegen der Plasmaeinrichtung, die Schneidstromquelle Nertajet HP 300 sowie die CNC bilden ein sehr gut aufeinander abgestimmtes Konzept, für dessen einwandfreie Funktion alleine der Hersteller Oerlikon Schweißtechnik einsteht und als Ansprechpartner bei Problemen fungiert. Die präzise CNC-Einheit steuert und koordiniert sowohl die Bewegungsabläufe als auch den Plasmastrahl. Auf dem Quertriebswagen fährt eine fest installierte Kamera mit. Ihre Aufnahmen vom Schneiden überträgt die Elektronik direkt auf den Bildschirm des Touchscreens am Bedienpult, sodass der Bediener den Arbeitsprozess beobachten kann. Das Schutzsystem besteht aus sieben Überwachungseinrichtungen. Lichtschranken im vorderen und hinteren Bereich der Brücke schützen Personen vor dem Eindringen in den Arbeitsbereich. Zusätzlich sind Not-Aus-Schalter an allen Ecken sowie am Bedienpult positioniert.

Die Hauptfunktionen der Anlage kann der Bediener auch in mobiler Weise, per kabelloser Fernbedienung abrufen. Das Übertragen der CAD-Daten zwischen dem PC des Konstrukteurs und der CNC der Schneidanlage geschieht ohne Unterbrechung der Arbeitsgänge am PC. Die CNC fungiert quasi als Gehirn der Maschine und vereint die mechanische Anlagenführung mit der bestehenden Plasmatechnik. Sie ist in der Lage, die Schneidgase selbsttätig auszuwählen,und regelt den gesamten Prozess. Die integrierte konfigurierbare Schneidparameter-Datenbank entlastet den Bediener: Sie übernimmt zum Beispiel das Zuordnen der Schneidparameter zu den übertragenen CAD-Werkstückdaten beziehungsweise zu den einzelnen Werkstücken. Alle Schneiddaten werden direkt aus der Datenbank der Konstruktionsabteilung heruntergeladen.

* Jürgen H. Krenzer ist Manager Marketing und Kommunikation bei der Oerlikon Schweißtechnik GmbH in 67304 Eisenberg

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