Fraunhofer IWU

Potenziale für die Warmumformung von Blechen

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Neue Fertigungstechniken stützen den Automobilstandort Deutschland

Lars Koch stellte dar, welchen zentralen Herausforderungen sich die Automobilindustrie in den nächsten Jahren stellen muss. Der Wissenschaftler des Fraunhofer IWU ist Koordinator für die Fraunhofer-Allianz Automobilproduktion. Darin haben sich 19 Fraunhofer-Institute zusammengeschlossen mit dem Ziel, produktionsorientierte Forschung und Entwicklung für die Automobilindustrie gemeinsam zu betreiben. Koch nannte neben der Entwicklung effizienter Fahrzeuge und alternativer Antriebe den Erhalt der deutschen Automobilindustrie als Technologieführer und Premiumhersteller auf dem Weltmarkt als wichtige Aufgaben. In den Handlungsbereichen Fahrwerk, Antrieb und Karosserie bündele die Allianz Automobilproduktion ihre Kompetenzen. Hierfür habe man die Aufgabenpakete in sechs inhaltliche Geschäftsfelder strukturiert. Frank Schieck, der das Geschäftsfeld Karosserie bei der Fraunhofer-Allianz leitet, unterstreicht auch hierfür den komplexen Handlungsansatz: „Gemeinsam haben wir die gesamte Prozesskette im Blick“, sagt er und verdeutlicht dann die Herangehensweise. „Immer wieder wird es entlang der Prozesskette offene Fragestellungen geben. Wir sehen diese als weiße Mosaiksteinchen, die wir mit Inhalt füllen wollen. Das heißt, hinter diesen Mosaiksteinchen verbergen sich ganz konkrete Forschungs- und Entwicklungsaufgaben für unsere Forscher.“

Um Werkzeug- und Beschnitttechnologien in der Warmumformung ging es im Vortrag von Maximilian Waldhauer, Leitung Warmumformung Werkzeugbau bei der Volkswagen AG. Er stellte dar, wie sich der Bereich Warmumformung bei VW entwickelt hat, wie das Unternehmen bei der Werkzeugauslegung und beim Werkzeugaufbau vorgegangen ist und welche Schwerpunkte beim Einsatz und der Entwicklung von Kühlkonzepten gesetzt wurden und werden. „Informationen aus der Praxis mit Direktbezug auf eine konkrete Anwendung stoßen immer auf großes Interesse“, weiß Frank Schieck. Gerade die Kühlung der Werkzeuge sei nicht nur eine technische Herausforderung für die Umsetzung sondern durchaus auch ein Kostenaspekt. „Wenn Teilnehmer dann fragen können: ‚Wie kriege ich denn die Kühlung für meinen konkreten Anwendungsfall am besten ins Werkzeug, ohne dass der Preis explodiert?’ und der Referent gibt eine offene, ehrliche und praxisnahe Antwort, dann macht das einen gelungenen Workshop aus, von dem alle profitieren“, ergänzt er.

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