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Halbzeuglieferanten forschen in Optimierungsmethoden
Die Anwendungsbereiche von warmumgeformten Tailer Rolled Blanks als eine wirtschaftliche Lösung für den Fahrzeugleichtbau stellte Tobias Hufnagel von der Mubea Tailor Rolled Blanks GmbH vor. Doch das Unternehmen, das als einziger Hersteller weltweit Tailor Rolled Blanks anbietet, denkt weiter und arbeitet an der Weiterentwicklung dieser Produkte. So sieht sich Mubea dafür verantwortlich, neue und effiziente Optimierungsmethoden vorzuschlagen. Ebenfalls, so Hufnagel, wolle man ein Halbzeug zur Verfügung stellen, welches optimal für die anschließenden Prozesse konfektioniert sei.
Und natürlich stand auch die passgenaue Anwendungstechnik auf dem Programm des Workshops. Dr. Martin Skrikerud, Vice Chief Technical Officer von der schwedischen AP&T AB stellte dar, wie sich die Bauteilgeometrien in den letzten Jahren entwickelt haben und wie der Anlagenbau darauf reagiert hat. „Qualitätssicherung in der Linie ist ein sehr wichtiger Aspekt in einem so komplexen Prozess wie dem Presshärten“, beschreibt Skrikerud die Herausforderung, die diese Technologie für die Anlagenbauer bedeutet. Er verweist aber auch darauf, dass die Wahl des richtigen Werkstoffes für die weitere Verarbeitung eine wichtige Rolle spiele. Es lohne sich, im Vorfeld genau abzuwägen, ob es denn wirklich Stahl sein müsse, oder ob ein alternativer Werkstoff für eine bestimmte Anwendung genauso geeignet ist, sich jedoch effizienter verarbeiten lässt.
Die Organisatoren des Workshops waren am Ende der eintägigen Veranstaltung zufrieden. Nicht nur, weil es viele lebhafte Diskussionen zu verschiedenen Themen gab und weil der Workshop intensiv als Plattform für den Erfahrungsaustausch der Teilnehmer genutzt wurde. Auch, weil es für Wissenschaftler wie Frank Schieck, Anja Rautenstrauch und Lars Koch wichtig ist, bei solchen Veranstaltungen die weißen Mosaiksteinchen in der Prozesskette zu erkennen, um sie zukünftig mit Inhalt zu füllen.
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