Automatisierung
Mit automatischen Blindnietprozessen gegen den Fachkräftemangel

Ein Gastbeitrag von Vanessa Wisniewski 4 min Lesedauer

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Um dem bekannten Problem des Fachkräftemangels zu begegnen, können Prozesse automatisiert werden. Das ermöglicht eine Effizienzsteigerung in der Produktion. So bietet die Automatisierung von Blindnietprozessen viele Vorteile und Chancen.

Durch den Einsatz eines Blindnietautomaten können bis zu 40 Niete pro Minute gesetzt werden. (Bild:  Gesipa)
Durch den Einsatz eines Blindnietautomaten können bis zu 40 Niete pro Minute gesetzt werden.
(Bild: Gesipa)

Der Welt-Roboter-Report 2023 der International Federation of Robotics (IFR) zeigt, dass die Nachfrage nach Prozessautomatisierung weltweit stetig steigt. Deutschland gehört mit 415 Robotern pro 10.000 Beschäftigten zu den Top fünf der Länder mit der höchsten Roboterdichte weltweit. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate dieses Werts liegt hier seit 2017 bei fünf Prozent. Aber auch andere europäische Länder sind im Ranking stark vertreten. So ist die Europäische Union der zweitgrößte Automatisierungsmarkt der Welt.

Interesse an Automation

Auch bei Gesipa spiegelt sich dieses Ergebnis wider. Das Unternehmen verzeichnet ein wachsendes Interesse an der Automatisierung in der Blindniettechnik. „Ich bin schon seit 25 Jahren in der Branche und stelle eine stetig steigende Nachfrage nach Blindnietautomaten fest,“ berichtet Uwe Herth, Head of Automated Solutions bei Gesipa, von seinen Erfahrungen. Die Anfragen kommen aber nicht nur aus Deutschland. Denn das geringe Bevölkerungswachstum, der Mangel an Arbeitskräften und die aktuelle Wirtschaftslage führen international zu einem erhöhten Bedarf an Prozessautomatisierung. So verlagert sich die Nachfrage derzeit auch in osteuropäische Länder, in denen sich Automatisierung aufgrund des niedrigeren Lohnniveaus bisher nicht lohnte. „Vor allem in den letzten drei bis vier Jahren, seitdem der Fachkräftemangel ein größeres Thema geworden ist, stieg das Interesse an vollautomatischen Ausführungen. Inzwischen wird auch in Ländern automatisiert, in denen es sich früher aufgrund der Kosten nicht gelohnt hätte – wie zum Beispiel in Osteuropa,“ so Herth.