Teilereinigung Pulsierender Spritzstrahl erhöht die Bauteilsauberkeit

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

In der Spritzreinigung steckt Optimierungspotenzial. So ermöglicht ein pulsierender Spritzstrahl eine Verbesserung der Bauteilsauberkeit bei reduziertem Energie- und Wasserverbrauch. Erreicht wird dies durch Installation von Edelstahldüsen, in denen ein Turbinenrad den Spritzstrahl mit einer Frequenz im zweistelligen Hertzbereich unterbricht. Tests haben die Verbesserungen bestätigt.

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Auf die steigenden Anforderungen der Automobilindustrie an die Bauteilsauberkeit antwortet der Anlagenhersteller BVL Oberflächentechnik, Emsbüren, mit der Impulstechnik System Specht. Herzstück ist eine Edelstahldüse zum Spritzreinigen, in der eine Turbine den Spritzstrahl mit einer Frequenz im zweistelligen Hertzbereich unterbricht (Bilder 1 und 2).

Das schlägt sich in einer Verbesserung der mechanischen Reinigungswirkung nieder. Das Ergebnis ist laut BVL Oberflächentechnik eine erhöhte Bauteilsauberkeit bei reduziertem Energieverbrauch und verkürzter Reinigungsdauer.

Hochfrequenz-Impulsverfahren stammt aus der Leiterplattenindustrie

Die Entwicklung basiert auf dem Verfahren HF-Impulse-Etch des Prozessspezialisten LP Chemie, Schechingen bei Schwäbisch Gmünd. Dieses Hochfrequenz-Impulsverfahren verbessert das Ätzen von Leiterplatten. Der Grund dafür wird in der pulsierenden Stoßkraft des Spritzstrahls gesehen. Dieses pulsartige Strahlen der Ätzflüssigkeit ermöglicht, den Isolierabstand zwischen den elektrischen Leitungsbahnen aus Kupfer weiter zu verkürzen.

Bei Standardprodukten reicht er hinab bis zu 0,1 mm. Jedoch werden bereits Bahnbreiten und Isolierabstände von höchstens 0,025 mm gefordert. Schon 0,05 mm Breite und Abstand bereiten laut LP Chemie heute beim konventionellen Ätzen Schwierigkeiten.

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