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In der Praxis bedeute dies, dass sie sich automatisch von der Pkw-Fertigung auf die Produktion von Geländewagen umstellt –und das ohne Stopps oder Werkzeugwechsel. Zu den besonderen Leistungsmerkmalen der automatischen Fertigungslinie zählen automatische Lasthebebühnen, die FlexFramer-Technologie mit robotergeführten Vorrichtungen sowie roboterbestückte Rollbördelzellen mit Zykluszeiten von nur 40 sec.
Siebte Roboterachse für die Pressenbedienung
Das herausragende Merkmal der Linie ist jedoch die Steuerung der Prozessabläufe: Erstmals werden hier alle Systeme in der gesamten Produktionsstätte vollständig durch eine Steuerungssequenz miteinander koordiniert. Für Anwendungen in der Pressenbedienung entwickelte ABB die optionale externe Roboterachse Linax, die als echte siebte Roboterachse ausgeführt ist.
Mit dem Roboter koordiniert, transportiert sie das zu bearbeitende Teil von Presse zu Presse. Dabei behält der Roboter die Ausrichtung des Teils bei und ermöglicht so eine deutliche Erhöhung der Produktivität bei reduzierten Zykluszeiten.
Der Zeitbedarf für das Be- und Entladen der Presse durch den Roboter wird laut ABB verkürzt. Darüber hinaus soll sich durch den Einsatz der siebten Achse der Platzbedarf zwischen den Pressen verringern.
Die Teile werden beim Transport zwischen den Pressen nicht mehr gedreht, so dass sich die Vibrationsprobleme reduzieren, die durch die Trägheit der Teile entstehen. Im Gegensatz zu anderen verfügbaren Lösungen ist Linax keine reine Umsetzung der sechsten Roboterachse, sondern eine echte, koordinierte zusätzliche Achse, die die Flexibilität des Roboters bei minimalen Kosten erhöhen und hohe Zuverlässigkeit, Präzision sowie eine lange Lebensdauer bieten soll. Die siebte Achse ermöglicht darüber hinaus schnellere Toolingwechsel, weil kein zentraler Toolingarm mehr benötigt wird und nur noch Toolingsegmente getauscht werden müssen.
Hersteller von Umformmaschinen setzen ebenfalls auf Roboter-Automation
Auch die Hersteller von Umformmaschinen arbeiten natürlich an roboterbasierenden Automationslösungen. Die Schuler AG entwickelte beispielsweise ein neues Konzept für High-Speed-Platinenlader, die sich universell bei Pressenlinien, Crossbar-Pressen und bei den neu entwickelten Servopressen verwenden lassen.
Bei diesem Konzept wird mit hängenden Robotern entstapelt, die optional mit einem automatischen Toolingwechsel ausgerüstet werden können. Die Platinenlader können mit Waschmaschine und mit Sprüheinheit betrieben werden. Die Ausbringung der Platinenlader beträgt bis zu 20 Platinen je Minute.
Beim Platinenstapelwechsel findet keine Produktionsunterbrechung statt. Es lassen sich sowohl Einzelteile, Doppelteile nebeneinander oder hintereinander als auch Vierfachteile verarbeiten. Ziel der Entwicklung war es, die Ausbringung gegenüber bisherigen Konzepten deutlich zu steigern und dabei gleichzeitig die Verfügbarkeit zu erhöhen.
CD-Pressenroboter mit vier Achsen für Aufnahmevorgänge
Der schwedische Hersteller AP&T stellte letztes Jahr den CD-Pressenroboter mit vier Achsen für Aufnahmevorgänge zwischen zwei Pressen vor. Der CD-Pressenroboter kann Teile zwischen den Pressen mit einem Produktionstakt von bis zu 15 Teilen je Minute aufnehmen.
Der Pressenroboter ist auf einem Pressengestell montiert, so dass die Bodenfläche frei bleibt und optimale Zugänglichkeit um die Pressen herum gewährleistet ist. Der Transport zwischen den Pressen findet teils mit einer schnellen Linearbewegung in die jeweilige Presse hinein und aus ihr heraus und teils mit einer 180°-Drehung des Roboters statt. Diese laut AP&T einzigartige Konstruktion sorgt dafür, dass der Schwerpunkt der Last sich mitten im Rotationszentrum befindet, so dass diese sehr schnell gedreht werden kann, ohne dass sie dabei der Zentrifugalkraft ausgesetzt wird. Mit der Z-Achse der Maschine und der seitlichen Verlagerung lassen sich für vier Achsen Positionen zur Anbringung von Teilen im jeweiligen Werkzeug frei programmieren.
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