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Bei industriellen Anwendungen, in denen viel Staub anfällt, wie etwa der Herstellung von Papier oder Zement, ist es notwendig, dass Mitarbeiter sich und ihre Kleidung von Verschmutzungen und Feinstaub säubern, bevor sie den Betrieb verlassen. Da die Methode effizient und schnell ist, werden in den Unternehmen zu diesem Zweck nach wie vor häufig Druckluftdüsen oder -pistolen eingesetzt, die oft auch in sogenannten Luftduschkabinen installiert sind.
Druckluft zum Reinigen des Körpers ist eigentlich verboten
Dabei ist allgemein bekannt, dass diese Reinigungsart ein großes Gefahrenpotenzial birgt und deshalb ihr Einsatz im Körperbereich eigentlich durch die Berufsgenossenschaften verboten ist: „Es kommt immer wieder zu schweren Augenverletzungen. Man muss sich hier nur vergegenwärtigen, dass bereits ein Luftdruck von nur 830 mbar ausreicht, um einen Augapfel aus der Höhle zu drücken“, so von Gehlen. Wenn Druckluft versehentlich in den Mund geblasen wird, kann sie einen Riss in Lunge, Magen oder Darm verursachen.
Dringt sie durch kleine Wunden unter die Haut, kann es zu plötzlichen Schwellungen ganzer Körperteile kommen und wenn die Luft in eine Vene gelangt, sogar zu einer tödlichen Luftembolie. Angesichts dieser Risiken bemühen sich viele Unternehmen, eine Alternative zu finden: „In den letzten Jahren sind immer mehr Betriebe auf uns zugekommen und haben angeregt, eine Personen-Reinigungskabine zu entwickeln, die ohne Druckluft funktioniert“, bestätigt von Gehlen.
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