Kasto

Retrofit frischt Sägezentrum auf

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Dabei entschied man sich gegen einen Neubau und für einen Retrofit der bestehenden Anlage. „In diesem Fall war das die deutlich sinnvollere Alternative, schließlich war die Lagertechnik mechanisch noch völlig in Ordnung“, erklärt Kasto-Projektleiter Alfred Schwörer. „Am wichtigsten war es, alle Antriebe und Steuerungen wieder auf den neuesten Stand zu bringen.“ Zum Einsatz kommt nun eine Siemens S7-400-SPS-Steuerung. Die alten Gleichstrommotoren am Regalbediengerät (RBG) und den Rollenbahnen ersetzte Kasto durch moderne Drehstromantriebe. Die Sensorik statteten die Experten mit neuen Absolutwertgebern aus, und auch die Stromzufuhr wurde mit einer Energiekette neu gestaltet. „Die Anlage läuft seitdem wesentlich präziser, ruhiger und absolut störungsfrei“, freut sich Teamleiter Johann Haas. „Und sollte doch einmal ein Problem auftreten, lässt sich das Sägezentrum über eine Funk-Fernbedienung einfach und bequem von Hand steuern – früher war dafür ein schweres, kabelgebundenes Bediengerät notwendig.“ Dank Zwischenkreiskopplung und Energierückspeisung senkt die erneuerte Steuerungstechnik zudem den Stromverbrauch erheblich.

Produktiv und flexibel mit neuester Sägetechnik

Auch bei der Sägetechnik sah man bei Franz Haas Optimierungspotenzial: „Die bestehenden Sägen funktionierten zwar noch einwandfrei – unsere Ansprüche an Geschwindigkeit und Produktivität waren aber mit den Jahren gestiegen“, erinnert sich Reinhard Brandl. Kasto rüstete die Anlage daher mit drei modernen Sägemaschinen aus: Die meisten Schnitte übernimmt nun eine vollautomatische, CNC-gesteuerte Kreissäge vom Typ Kasto Vvariospeed SC 15. Mit einem Schnittbereich bis zu 155 x 120 mm ist diese zum Trennen von Vollmaterial, Profilen und Rohren in allen Qualitäten, einschließlich schwer zerspanbarer Werkstoffe geeignet. Eine Schnellwechselstation, die durch das RBG bestückt wird, führt das Material selbstständig der Säge zu, eine Quersortiereinrichtung entnimmt die Abschnitte aus der Maschine und legt sie automatisch auf einem von fünf Euro-Palettenstellplätzen ab. Die Schnittzeiten haben sich durch die neue Säge deutlich verkürzt, bemerkt Haas: „Das liegt daran, dass wir jetzt auch mit Hartmetall-Sägeblättern arbeiten können, was früher nicht möglich war.“ Damit kann das Unternehmen nun erheblich höhere Stückzahlen sägen als zuvor.

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