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Alternativ stehen den Mitarbeitern zwei halbautomatische Kreissägen vom Typ Kasto Flex U zur Verfügung. Diese haben einen Schnittbereich bis zu 150 mm bei Rund- und 350 x 25 mm bei Flachmaterial und sind – im Gegensatz zur schnelleren Kasto Variospeed – auch für Gehrungsschnitte geeignet. Rollenbahnen befördern das Langgut einzeln oder in Kassetten bis vor die Maschine, wo es ein Mitarbeiter manuell oder mit einem Hallenkran entnimmt und der Säge zuführt. „Hier erledigen wir alle Schnitte, die auf der Kasto Variospeed nicht möglich sind“, erklärt Johann Haas. „Sei es aufgrund der Materialeigenschaften oder weil wir in einem bestimmten Winkel sägen müssen.“ „Mit den beiden unterschiedlichen Sägetypen ist Franz Haas Waffelmaschinen in seiner Fertigung flexibel und leistungsfähig zugleich aufgestellt“, ergänzt Kasto-Fachmann Schwörer.
Intelligente Steuerung und sichere Fernwartung
Die Steuerung des Sägezentrums übernimmt die Lagerverwaltungs-Software Kasti lvr. Das System managt eigenständig Artikel- und Lagerdaten, Sägeaufträge und Werkzeuge und lässt sich über eine grafische Benutzeroberfläche einfach und intuitiv bedienen. Kasto sorgte auch dafür, dass die Materialstammdaten und Bestände des alten Systems komplett übernommen wurden – „damit konnten wir einen reibungslosen Übergang sicherstellen“, erklärt Schwörer. Die gesamte Anlage ist zudem fernwartungsfähig: Vom Servicezentrum im badischen Achern-Gamshurst können sich die Kasto-Experten jederzeit auf den Lagerverwaltungs-Rechner sowie einzelne Steuerungen und Antriebe schalten und so Störungen beheben. „Für die Sicherheit und Anlagenverfügbarkeit ist das ein enormer Vorteil“, betont Schwörer.
Um den Produktionsprozess so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, fand die gesamte Modernisierung um die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel herum statt. Gerade einmal 22 Tage benötigten die Kasto-Experten, um die komplette Anlage auf Vordermann zu bringen – inklusive Inbetriebnahme und Schulungen der Mitarbeiter bei Franz Haas. „Teilweise waren 14 Kasto-Mitarbeiter gleichzeitig bei uns vor Ort. Vor so einer guten Planung und Koordination kann man nur den Hut ziehen“, lobt Reinhard Brandl, der seitens Haas als Projektleiter für die Umsetzung des Retrofits verantwortlich zeichnete. Letztendlich konnte das Projekt sogar früher abgeschlossen werden als geplant, und auch in der Anlaufphase erhielt das Bedienpersonal noch Unterstützung. Im Rahmen eines umfassenden Service-Vertrags übernimmt Kasto außerdem die regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Anlage. „Wir sind mit der Zusammenarbeit mit Kasto wirklich hochzufrieden“, resümiert Brandl. „Und mit dem Retrofit ist unser Sägezentrum nun wieder auf Jahre hinaus für sämtliche Aufgaben gerüstet.“
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