Laser

Richtige Spanntechnik macht Laserschweißen bei kleinen Losgrößen wirtschaftlich

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Und auch Dr. Siegfried Pause, Geschäftsführer von LLT Applikation, habe erfahren: „Laserschweißen auf CNC-gesteuerten Maschinen lohnt sich bereits bei sehr kleinen Stückzahlen, da die Schweißgeometrie durch ein NC-Programm erzeugt wird. Darüber hinaus ist das Verfahren außerordentlich flexibel bezüglich der Wahl der Schweißparameter und der zu fügenden Werkstoffpaarungen.“ Spezielle Anforderungen an die Fügepartner ergäben sich Pause zufolge bezüglich der Nahtvorbereitung – etwa keinen oder einen möglichst geringen Spalt, da häufig ohne Zusatzmaterial geschweißt wird.

Laserschweißen lohnt sich für immer mehr Anwendungen

Sitec-Produktmanager Jens Hahn nenne weitere Argumente, warum sich Laserschweißen immer mehr lohnt: „Das Werkzeug Laser ist zum einen sehr flexibel einsetzbar und arbeitet berührungslos. Zum anderen hat sich das Investitionsvolumen von Laserstrahlquellen in den letzten Jahren immer mehr minimiert.“ Außerdem seien manche Aufgaben überhaupt erst durch den Laser realisierbar. Und Kosten ließen sich auch einsparen denn: „Beim Laserschweißen wird ein geringer Verzug und Wärmeeintrag garantiert. Durch die optisch ansprechenden hochpräzisen Schweißnähte fällt der Nachbearbeitungsaufwand sehr gering aus “, erklärt Produktmanager Lindner von Laservorm und nennt als typische Aufgabe für die Lasermaterialbearbeitung das Membraneinschweißen bei Sensorbauteilen in der Feinwerktechnik.

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„Mit dem Laserschweißverfahren beim Fügen von Kleinteilen etwa in der Uhrenindustrie, der Medizintechnik, der Mikrosystemtechnik und anderen Branchen wurden teilweise völlig neue Dimensionen erreicht“, meint Pause. Ihm zufolge würden sich mit dem Singelmode-Faserlaser heute Schweißnahtbreiten von kleiner 100 µm realisieren lassen, so dass auch sehr kleine und verzugsgefährdete Teile mit dem Laser erfolgreich geschweißt werden könnten. Ein Beispiel sei das Schweißen von Uhrenzahnrädern.

Eigens entwickelte Maschinenkonzepte für das Laser-Präzisions- und Mikroschweißen

LLT Applikation biete für das Laser-Präzisions- und Mikroschweißen eigens entwickelte Maschinenkonzepte an, wie die EWS 200 mit Fanuc-Steuerung und bis zu fünf Achsen. In die Maschine könnten verschiedene Laserstrahlquellen mit Faserkopplung, vorzugsweise aber Faserlaser, integriert werden.

Der Lasys-Aussteller Weil Engineering habe unter anderem für die Kurzrohrfertigung Anlagenkonzepte entwickelt, die heute in der Lage seien, eine auftragsbezogene Fertigung wirtschaftlich sicherzustellen. Flexi- und der Ecostar seien hier die Vertreter für die automatisierte Fertigung mit integrierter Runde- und Schweißtechnik, und der Flexmaster diene als reine Schweißmaschine für die Stand-alone-Bearbeitung. Anwendungen hierzu fänden sich in der Heizung-Lüftung-Klima-Branche und Automobilzulieferindustrie.

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