Punktschweißen

Robospin verkürzt die Taktzeit beim Aluminium-Fügen

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„Das Robospin-Verfahren bietet den großen Vorteil, dass durch die Weiterbewegung des Roboters sehr viel Zeit gespart wird. Der Roboter wird während des Schweißens nicht angehalten, sondern fährt weiter zum nächsten Schweißpunkt. Die Taktzeit wird dadurch sehr verbessert“, erklärt Christian Goldstein, Senior Manager im Bereich Entwicklung und Prozesstechnik der Kuka Systems GmbH.

Im Moment des Fügens wird eine Drehung der Schweißzange um die Elektrodenachse durchgeführt. Somit wird aus dem traditionellen Punktprozess ein Bahnprozess mit kontinuierlicher Roboterbewegung. „Dadurch konnten wir für den Bewegungsablauf die Versatzzeiten reduzieren und haben damit eine Verbesserung des Schweißprozesses möglich gemacht“, so Goldstein weiter.

Die Elektrodenschweißkappen haben eine höhere Lebensdauer

Beim Schweißen von Stahl wird durch die fließende Drehbewegung des Roboters eine höhere Schweißpunktzahl erreicht und die Elektrodenschweißkappen haben eine höhere Lebensdauer. Die Drehbewegung wirkt formend auf die Kupferelektroden-kappen der Schweißzange. Denn durch das Drehen der Kappen auf dem Blech werden die Kontaktflächen nur langsam ver-größert. Mit diesem Fügeprozess wer-den Blechdicken bis maximal 7 mm geschweißt.

„Dieses Verfahren kann ebenfalls gut bei Sonderstählen mit Oberflächenbeschichtung genutzt werden, weil das Drehen die Oberflächenschicht am Schweißpunkt entfernt und das Material an diesen Stellen vorher nicht bearbeitet werden muss“, erklärt Goldstein.

Große Drehwinkel bewirken unter anderem das Aufbrechen von Beschichtungen wie Zink, Korrosionsschutzlack und Oxiden, was zu einer deutlich konstanteren Kontaktierung der Elektroden mit dem Grundwerkstoff führt. Auch die Reproduzierbarkeit der Schweißqualität ist besser. Insbesondere die schnelle Drehung der Schweißzange am Ende eines jeden Schweißpunktes ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Klebeaffinität der Kappen auf dem Blech.

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