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Punktschweißen

Robospin verkürzt die Taktzeit beim Aluminium-Fügen

| Autor/ Redakteur: Josephin Schmidt / Rüdiger Kroh

Das Fügen von Aluminium ist mit dem herkömmlichen Widerstandspunktschweißen nur schwer zu realisieren. Beim Robospin-Verfahren wird der Roboter während des Schweißens nicht angehalten, sondern fährt weiter zum nächsten Schweißpunkt. Dadurch wird die Taktzeit verbessert.

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Kontinuierliche Roboterbewegung: Das Verfahren Robospin ermöglicht einen optimierten Bewegungsablauf zum Reduzieren der Versatzzeiten zwischen den Schweißpunkten.
Kontinuierliche Roboterbewegung: Das Verfahren Robospin ermöglicht einen optimierten Bewegungsablauf zum Reduzieren der Versatzzeiten zwischen den Schweißpunkten.
( Bild: Kuka Systems )

Grundsätzlich unterscheidet man in der Fertigungsindustrie zwischen den bekannten Werkstoffen, wie Stahl und seinen Variationen, und dem Werkstoff Aluminium. Bei der Automatisierung von Fertigungslinien bedeutet dies für die Bearbeitung von Aluminium, dass der herkömmliche Punktschweißprozess nur schwer realisierbar ist.

Elektrodenkappenverschleiß wird niedrig gehalten

Eine Fügetechnik der Kuka Systems GmbH mit dem Namen Robospin ist eine Weiterentwicklung des klassischen Widerstandspunktschweißens. Durch eine kontinuierliche Weiterbewegung des Roboters gelingt es, den Werkstoff Aluminium so einfach und schnell wie Stahl zu schweißen. Denn während Stahl erst bei 1550 °C schmilzt, liegt dieser Punkt bei Aluminium bei nur 650 °C. Das unterscheidet das Widerstandspunktschweißen von Aluminium im Wesentlichen vom Schweißen von Stählen.

Beim Fügen von Aluminiumbauteilen mit der Punktschweißzange ist die Herausforderung, dass die Kupferkappen der Schweißzange häufig an den Blechen festkleben und die Kappen sehr oft gefräst oder gewechselt werden müssen. Für ein Unternehmen, das effizient und nachhaltig arbeitet, ist dies unwirtschaftlich.

Kuka Systems schafft es mit dem Robospin-Verfahren, die gleichen Zeiten zu fahren wie beim Stahlschweißen und dabei den Elektrodenkappenverschleiß ebenso niedrig zu halten. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die Zangengeometrien gleich bleiben wie beim Fügen von Stahl und mit vergleichbar geringem Aufwand das bestehende Equipment verwendet werden kann.

Der Roboter wird während des Schweißens nicht angehalten

Durch den Einsatz von Robospin ergeben sich Vorteile in der Taktzeit sowie in der Qualität des Schweißprozesses. Der Augsburger Systemintegrator hat bereits Projekte mit diesem Verfahren realisiert und befindet sich in Anwendungen in den Produktionen von morgen. Derzeit wird das Verfahren hauptsächlich im Automobilbau angewendet.

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