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Der Produktionsprozess im Einzelnen: In beiden Bereichen schweißen Roboter auf einer Seite der Anlage bis 8 m lange Komponenten, während Mitarbeiter die fertigen Teile auf der anderen Seite im MIG-Verfahren heften und nachbearbeiten. Darüber hinaus befinden sich in beiden Hallen zahlreiche Handarbeitsplätze, an denen Schweißer die Bauteile im Dreischichtbetrieb weiter aufbereiten und Kleinserien produzieren. Während in der GTS keinerlei Veränderungen an der Anordnung und Zahl der Arbeitsplätze vorgenommen werden sollten, galt in der Schlosserei die Forderung nach maximaler Flexibilität, um die Produktion auf die saisonal differierende Auftragslage ausrichten zu können.
Für die Zukunft gerüstet
An den Decken nehmen großflächige Plattenabsaugungen die über den Roboteranlagen aufsteigenden Emissionen auf. Die rauchhaltige Luft beim Schweißen besteht vorwiegend aus ultrafeinen Partikeln < 0,1 µ. Der Gesetzgeber hat hierauf kürzlich mit der Absenkung des Schadstoffgrenzwerts für lungengängige (alveolengängige) Stäube von 3 mg/m³ auf 1,25 mg/m³ reagiert. Zwar müssen Betriebe diese Vorgabe erst bis 2018 umsetzen. Doch der Landmaschinenhersteller hat sich bereits jetzt für die Zukunft gerüstet: „Die Arbeitssicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie eine umweltschonende Produktion genießt bei Amazone höchste Priorität. Wir arbeiten ständig daran, die neuesten gesetzlichen Standards frühzeitig umzusetzen. Daher haben wir die Luftwerte in der GTS und Schlosserei durch mehrere Maßnahmen abgesenkt und auf ein wasserbasierendes Schweißtrennmittel umgestellt“, erklärt Hilmar Heitmann.
Hierzu zählt die Brennerabsaugung, die Schweißer direkt am Arbeitsplatz schützt. Die Anwender setzen Schweißpistolen mit integrierter Absaugung ein. Betätigen sie die Schweißbrenner, geht automatisch auch die Absaugdüse in Betrieb und entfernt die rauchhaltige Luft – wie von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall empfohlen – unmittelbar an der Entstehungsstelle. Diese sind besonders effektiv, da sie anders als Absaugarme unmittelbar an den Emissionsherd herangeführt werden. Das manuelle Nachführen des Absaugarms bei mobilen Lösungen entfällt. Genau wie das separate Ein- und Ausschalten, so dass Mitarbeiter vor gesundheitsschädlichen Emissionen geschützt sind, ohne selbst aktiv werden zu müssen.
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