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Blechumformung

„Schnelle Fertigung in kleinen Stückzahlen ist unsere Stärke“

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Auf kurzfristig lieferbare Sonderkonstruktionen eingestellt

Hier in der Vorfertigung bei Wirtgen läuft vieles ganz anders als beispielsweise bei Lohnfertigern. Wenn Kunden dringend eine Sonderkonstruktion oder einen Umbau brauchen, dann ist man hier darauf eingestellt. Das beginnt bei der Logistik: Für eine Sonderkonstruktion liegen bereits die Teile, die eventuell gebraucht werden könnten, auf Lager. Dank digitaler Lagertechnik kann automatisch kommissioniert werden, sodass der Auftrag schnell in die Bearbeitung geht. Solange es sich nicht um Serienteile handelt, werden die Bleche nun im Werk in Windhagen gebogen.

Dafür müssen die Maschinen allerdings immer verfügbar sein – schließlich sollen die verschiedensten Teile in kurzer Zeit gefertigt werden. „Das ist es, was Weinbrenner auszeichnet: Sie können die Werkzeuge schnell wechseln, sodass die Rüstzeiten sehr kurz sind”, erklärt Harald Burger, Vetriebsmanager bei Weinbrenner. Für die Oberwerkzeuge besteht das Schnellwechselsystem aus einer Reihe 50 mm breiter Spannpratzen, die an jeder Stelle Werkzeuge aufnehmen. Ebenso ist die Entnahme überall möglich, sodass die Werkzeuge nicht seitlich herausgenommen werden müssen. Dieses Wechselsystem von Weinbrenner hat sich bewährt und ist bereits seit weit über 20 Jahren Bestandteil der Biegepressen.

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Mit kleinerer Maschine dicke Teile biegen

Inzwischen hat Wirtgen weiter auf Pressen von Weinbrenner gesetzt. Schon 2005 war das Unternehmen aus Windhagen so stark gewachsen, dass erneut eine Biegemaschine nötig war. „Wir wollten einen etwas kleineren Bereich abdecken und entschieden uns für die GP 125“, erinnert sich Rüddel. Eigentlich hätte man auch eine Standardmaschine jedes anderen Herstellers wählen können, aber diesmal konnte Weinbrenner einfach am schnellsten liefern – eine Vorführmaschine. Auf dieser kleineren Maschine produziert Wirtgen nun aufgrund der hohen punktuellen Pressung auch dicke, kleine Teile.

Ausgerechnet zur Wirtschaftskrise 2009, als für andere Firmen Investitionen kein Thema waren, kaufte Wirtgen erneut eine Weinbrenner-Presse. Nachdem das Unternehmen die Krise genutzt hatte, neue Produkte zu entwickeln und vorzustellen, ging es schnell wieder aufwährts. Die Fertigung musste nachziehen.

Doch viele Pressenhersteller hatten wie viele andere auch die Kapazitäten heruntergefahren und konnten nicht liefern – bis auf Weinbrenner. Inzwischen ist auch diese GP 200 seit 10.700 Stunden im Einsatz. In diesem Jahr geht schließlich erstmals eine der Pressen „in Ruhestand“: Das Exemplar von 1996 wird abgelöst; die Steuerung auf DOS-Basis ist einfach zu alt.

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