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Die Steuerung kann bis zu 16 Schraubparameter speichern
Die Steuerung des Microtorque-Schraubers speichert bis zu 16 Schraubparameter und kann über acht Anzugsstufen montieren. Das erleichtert die Montage mehrerer Varianten mit abweichenden Gewindelängen und Drehmomentwerten; denn für jede Variante lässt sich ein eigenes Programm hinterlegen. In der Anlage für Greiner Bio-One stellt die Steuerung, passend zur jeweiligen Artikelnummer, die richtigen Werte für Drehwinkel, Zahl der Umdrehungen (sowohl beim Vorschrauben als auch beim Anziehen) und Drehmoment bereit.
Das Microtorque-Programm umfasst zwei Baureihen: einerseits handgehaltene sowie Einbauschrauber aus der Microtorque-M-Serie mit Drehmomentspannen von 0,5 bis 2,5 Ncm beim kleinsten und 300 bis 800 Ncm beim größten Schrauber, andererseits die Einbauschrauber der Microtorque-MT-Serie für Drehmomente von 0,5 bis 500 Nm für Montageanwendungen mit Dokumentationspflicht. Die MT-Schrauber verfügen über integrierte Drehmomentgeber für höchste Prozesssicherheit (Stufe 4, bei Vernetzung ins übergeordnete Leitsystem sogar Stufe 5).
Eine Herausforderung beim Bau der Rundtaktmaschine war zudem die kurze Taktzeit. Gerade einmal 1,8 s darf der ganze Vorgang dauern. In dieser kurzen Zeitspanne mussten nicht nur der Schraubvorgang selbst untergebracht, sondern auch alle zusätzlichen Aufgaben abgearbeitet werden. Und das sind einige: Nadel vorstecken, Schrauber aufsetzen, vordrehen, anziehen, Schrauber zurückfahren und dabei zusätzlich bei jedem Zyklus eine Referenzfahrt machen, um den Schrauber in eine definierte Position zu bringen.
Der Grund: Der Schrauber setzt mit einer Konturhülse auf der Nadelschutzkappe auf, um den Nadelträger zu verschrauben. Nur wenn das genau in einer definierten Position erfolgt, lässt sich die Anzahl der Umdrehungen beim Einschrauben genau erfassen. Als einzige Modifikation wurde deshalb die Nuss mit einer Schaltnocke ausgestattet. Über einen induktiven Näherungsschalter kann man so den Schrauber genau in der gewünschten Position stoppen.
Verschiedene Prüfverfahren in Rundtaktanlage integriert
Zudem haben die Manousek-Ingenieure eine Reihe weiterer Prüfungen in die Rundtaktanlage integriert und so die Möglichkeit geschaffen, verschiedene Arten von Nadelträgern zu verbauen – mit unterschiedlichen Nadellängen und Gewindeformen. Bereits bei der Vereinzelung wird geprüft, ob die richtigen Teile zugeführt werden. Insgesamt können acht verschiedene Nadeltypen verarbeitet werden, zu unterscheiden über vier Farben (entsprechend der Gewindelänge) und jeweils zwei Nadellängen.
Neben Farbsensoren wird dazu ein induktives System genutzt, mit dem sich die Nadellänge durch die Schutzkappe hindurch bestimmen lässt. Das ist wichtig, weil die Schutzkappen am Nadelträger die sterile Anlieferung sicherstellen. Zusätzlich erfolgt dann die Überprüfung über den Microtorque-Schrauber.
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