Hannover-Messe 2012

Schuler zeigt Technik zum Umformen von Carbon, hochfestem Stahl und Aluminium

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Formhärten erzielt enornme Festigkeitswerte

Schuler kann dabei auch die Vorteile seiner Servo-Direkt-Technologie voll ausspielen, weil sich diese Pressen perfekt auf die besonderen Anforderungen der Kaltumformung hochfester Stähle abstimmen lassen. Da diese Stähle wegen ihrer hohen Festigkeitswerte ein sehr gutes Crash-Verhalten aufweisen, kommen sie auch als Sicherheitsbauteile in Frage – zum Beispiel als Stoßfängerträger oder zur B-Säulenverstärkung.

Einen Schritt weiter geht man beim Formhärten (Pressure Controlled Hardening oder PCH), wo die Bauteile im erhitzten Zustand umgeformt und gleichzeitig abgekühlt werden. Das hier eingesetzte Material erreicht damit noch höhere Festigkeitswerte und kann mit geringeren Presskräften bearbeitet werden. Zudem lässt das Verfahren mehr Gestaltungsfreiheit beim Design der Bauteile als bei der Kaltumformung.

Aluminium mittlerweile Standard im Automobilbau

Fast schon ein Klassiker im Leichtbau ist Aluminium. Werden konsequent alle Karosserieteile an einem Pkw aus dem Leichtmetall hergestellt, sind bis zu 40 kg weniger Gewicht möglich. Schuler blickt beim Bau von Pressenlinien für Aluminium-Außenhautteile auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurück.

Mit der Innenhochdruck-Umformung (IHU) stellt man Abgasanlagen und spezielle Strukturteile wie zum Beispiel Längsträger her. Dabei wird in der Regel ein Rohr durch eine hineingepumpte Wasser-Öl-Emulsion von innen gegen ein Formwerkzeug gedrückt. Weil die Wandstärke gezielt beeinflussbar ist, ergibt sich dadurch ebenfalls eine Gewichtseinsparung.

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