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Hannover-Messe 2012

Schuler zeigt Technik zum Umformen von Carbon, hochfestem Stahl und Aluminium

| Redakteur: Jürgen Schreier

Konventionelle Autos müssen leichter werden, um die Umwelt weniger zu belasten. Aber auch Elektroautos sind auf Leichtbauteile angewiesen, die das Gewicht der schweren Batterien ausgleichen. Auf der Hannover-Messe 2012 zeigt Pressenhersteller Schuler, wie sich solche Teile herstellen lassen.

Schon heute werden auf CFK-Pressen von Schuler unter anderem Carbon-Dächer für bestimmte Auto-Modelle produziert.
Schon heute werden auf CFK-Pressen von Schuler unter anderem Carbon-Dächer für bestimmte Auto-Modelle produziert.
( Bild: Schuler )

Der Göppinger Preseenhersteller Schuler kann auf eine langjährige Erfahrung mit Leichtbau zurückblicken: Bereits 1998 entwickelte der Konzern die ersten Pressen zur Verarbeitung von kohlefaserverstärktem Kunststoff (Carbon, abgekürzt CFK), mit dem sich im Vergleich zu herkömmlichem Stahl 60% Gewicht einsparen lässt. Dabei werden die zu Matten gewebten Kohlefasern in eine Form gelegt, mit Harz gefüllt und unter Wärme und dem Druck der Presse ausgehärtet.

Schuler hat bisher über 10 CFK-Pressen ausgeliefert

2009 erhielt Schuler von einem Premium-Automobilhersteller einen Großauftrag über mehrere Kunststoffpressen, die eine wirtschaftliche Fertigung von CFK-Teilen ermöglichen. Insgesamt sind derzeit mehr als zehn CFK-Pressen von Schuler im Einsatz, die unter anderem Dächer und Stoßfänger bestimmter sportlicher Modelle fertigen. Doch das ist erst der Anfang: Der Bedarf wird in den nächsten Jahren deutlich steigen.

Die Möglichkeiten zur Gewichtseinsparung sind mit Karbon aber noch lange nicht ausgeschöpft. „Als einziger Hersteller bietet Schuler auch Technologien und automatisierte Pressensysteme für alle anderen wesentlichen Umformverfahren zur Leichtbaufertigung“, stellt Geschäftsführer Manfred Wischnewski klar. Dazu zählen die Warm- und Kaltumformung hochfester Stähle, dass sogenannte Formhärten sowie die Umformung von Aluminium und hochfesten Profilen mit Hilfe des Innenhochdruckverfahrens.

Carbon ist nur eine von vielen Möglichkeiten

Je fester ein Werkstoff ist, desto weniger Material benötigt man, um dieselbe Stabilität zu erzielen – und das Gewicht verringert sich: Das ist nicht nur bei Karbon so, sondern auch bei den sogenannten hochfesten Stählen. Mit ihnen als Ausgangsmaterial lassen sich durch die Warm-und Kaltumformung dünnere Bleche produzieren, ohne dass dies auf Kosten ihrer Steifigkeit gehen würde. „40% der Gesamtmasse eines Autos stecken in der Karosserie, entsprechend hoch sind die Einsparpotenziale“, erklärt Manfred Wischnewski.

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