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Schweißkennlinie verbessert das Lichtbogenverfahren

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Die bisher angebotenen Standardverfahren regeln die Spannung im Sprühlichtbogenbereich konstant. Ein großer Störfaktor bei herkömmlichen Kennlinien ist dabei vor allem der instabile Lichtbogen beim Übergang vom Impuls- zum Sprühlichtbogen. Er sorgt vermehrt für Schweißspritzer.

Frequenz des Impulslichtbogens an die Sprühlichtbogen-Frequenz angeglichen

Die PCS-Kennlinie führt den Impuls- und den Standard-Sprühlichtbogen stufenlos und vor allem ohne Übergangslichtbogen zusammen. Vom reinen Impulslichtbogen kommend, gleicht sie die Frequenz ideal an die des Sprühlichtbogens an und hält dann den Strom konstant.

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Der Wegfall des Übergangslichtbogens eliminiert die sonst vermehrt produzierten Schweißspritzer. Ein weiteres Merkmal der neuen Kennlinie ist der sehr kurze und druckvolle Sprühlichtbogen mit seinem schmaleren und tieferen Einbrand.

Als Parameter für die PCS dienen Angaben über Grundwerkstoff, Blechdicke, Schweißzusatzwerkstoff, Drahtdurchmesser und Zusammensetzung des Schutzgases. Der Drahtdurchmesser bestimmt dabei die Drahtgeschwindigkeit in Relation zu den Werkstückdicken und damit die erforderliche Leistung – und die ist ihrerseits abhängig von der Werkstückdicke und der Schweißgeschwindigkeit.

Passende Kennlinien lassen sich für veränderte Rahmenbedingungen speichern

Für von diesem Standard abweichende Rahmenbedingungen sind jeweils passende PCS-Kennlinien definiert und lassen sich bei Bedarf in den Kennlinienspeicher laden. Prinzipiell lässt sich die PCS über die Spannung korrigieren, um eine definierte Lichtbogenlänge zu erzielen. Für die Lichtbogenkorrektur steht vom vorgegebenen Idealwert der Arbeitsspannung ein großes Fenster zur Verfügung.

Mit dem Verändern der Spannung ändern sich auch die elektrische Leistung und damit die Wärmeeinbringung. Schweißtechnisch bietet die PCS noch einen weiteren Vorteil, da sie ein längeres Stickout von bis zu 4 cm ermöglicht.

Manfred Schörghuber ist Entwicklungsingenieur im Bereich Prozesstechnik bei der Fronius International GmbH, A-4600 Wels, Gerd Trommer ist Inhaber des Redaktionsbüros rgt, 64579 Gernsheim.

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