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Simulationssoftware steigert Produktivität merklich

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Implementierung bedarf Schnittstellenanpassung

Bei der Einführung einer solchen Softwarelösung in bestehende Produktionsprozesse steht vor allem die individuelle Programmierung der passenden Schnittstellen im Fokus. Von großer Bedeutung ist dabei eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Anwender und dem beteiligten Softwareunternehmen, um über eine Testphase gemeinsam optimale Abläufe zu initiieren. So auch bei der Hofmann Group, die dank einer engen Absprache mit dem Softwareentwickler eine reibungslose Übergangsphase gestalten konnte: Für die etwa 20 Anwender im Unternehmen war eine eintägige Schulung ausreichend, um den Umgang mit der Software zu erlernen.

Eine intuitive Handhabung des Workflows sowie eine Automatisierung der Routineaufgaben erleichtert dabei die Umstellung für die beteiligten Mitarbeiter. Ein dauerhafter Support kann – gerade angesichts der dynamischen Entwicklungen im produzierenden Gewerbe – ebenfalls von großem Vorteil sein, um eventuelle Anpassungen oder Aktualisierungen vornehmen zu können.

Automatisierung spart Zeit und Kosten

Konkret sorgt eine Automatisierung der Simulationen von NC-Programmen – gerade in Betrieben, in denen täglich hohe Zahlen an Einzelanfertigungen durchgeführt werden – für eine beträchtliche Zeitersparnis. Auch das Risiko des Werkzeugbruchs konnte seit der Einführung der Lösung auf null gesenkt werden. Die zuständigen Programmierer im Unternehmen sind nicht mehr damit beschäftigt, den Simulationsprozess zu überwachen und können sich stattdessen auf das Feedback beziehungsweise die Ergebnisse der Simulation der automatisch erstellten Reports konzentrieren.

Durch die realistische Nachbildung des Fertigungsprozesses werden die Auswirkungen von Zustandsänderungen und Prozessen visualisiert. Gleichzeitig minimiert sich das Investitionsrisiko, weil keine kostenintensiven Roh- und Betriebsstoffe eingesetzt werden müssen. Die freigewordenen zeitlichen und finanziellen Ressourcen können stattdessen an anderer Stelle – beispielsweise in der Produktentwicklung – eingesetzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Eine lohnende Investition zur Steigerung der Kosteneffizienz

Insgesamt sorgt die Software also dafür, dass die Testzeiten auf der Maschine erheblich verringert und damit die Produktivitätsraten gesteigert und die Entwicklungszeiten verkürzt werden. Das Bruchrisiko der Produktionswerkzeuge wird merklich vermindert – und das Sicherheitsrisiko für Leib und Leben der Mitarbeiter minimiert. Dabei läuft die Lösung vollständig autark auf dem Server, ohne dass der Programmierer die Simulation vor dem Bildschirm begleiten muss.

Mithilfe eines Add-ons zur Prozessdokumentation, wie es Spring Technologies mit NCdoc anbietet, kann die komplette Darstellung der Simulation in einer Datei via E-Mail – in Textform und als Video – geliefert werden. Das erhöht den Bearbeitungskomfort und beschleunigt gleichzeitig die Prozesse erheblich. Die Kosteneffizienz in der NC-Umgebung kann somit signifikant gesteigert werden, indem der Bearbeitungsprozess sicherer und zeitsparender programmiert wird. MM

* Markus Gräf ist Projektmanager für Automatisierung und Standardisierung der Fertigungsprozesse bei der Hofmann Innovation Group AG in 96215 Lichtenfels, Timo Henkel ist Marketing Manager bei der Spring Technologies GmbH in 35578 Wetzlar

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