Stagformation So geht es den Automobilzulieferern auf der ganzen Welt

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wie eine Roland-Berger-Studie in Erfahrung gebracht hat, sinkt die Umsatzrendite der Automobilzulieferer weltweit. Außerdem beeinflussen fünf Trends die Branche.

Eine aktuelle Studie beleuchtet das Geschäft der globalen Automobilzulieferer. Erfahren Sie hier, wie es der Branche geht ...(Bild:  Billardos)
Eine aktuelle Studie beleuchtet das Geschäft der globalen Automobilzulieferer. Erfahren Sie hier, wie es der Branche geht ...
(Bild: Billardos)

Laut einer Studie (Gobal Automotive Supplier) von Roland Berger und Lazard, bei der 600 Automobilzulieferer befragt wurden, ist folgendes Bild entstanden: Die Marktsituation für die weltweite Automobilzulieferindustrie ist weiter schwierig, heißt es da. Stagnierende Produktionsvolumina, geopolitische Unsicherheit, zunehmender Wettbewerb und steigender Kostendruck dürften demnach die Profitabilität der Unternehmen (für 2024) auf im Durchschnitt nur noch 4,7 Prozent (Ebit-Marge) drücken. Das ist nach dem Jahr davor wieder ein Schrumpfeffekt, heißt es. Unter diesen Vorzeichen schneiden chinesische Zulieferer mit 5,7 Prozent noch vergleichsweise gut ab. Die Ebit-Margen von europäischen (3,6 Prozent) und südkoreanischen (3,4 Prozent) Zulieferern rangieren dabei unter dem Branchendurchschnitt, wie es weiter heißt. Die schwächere Nachfrage im zweiten Halbjahr 2024 sowie schwierige Preisverhandlungen mit den Automobilherstellern belasteten offensichtlich das Geschäft. Weil deren Rentabilität zwar immer noch höher, aber ebenfalls gesunken ist, dürften die Margen der Zulieferer auch in den kommenden Jahren weiter unter Druck bleiben. Die Experten bezeichnen die Situation als Stagformation. Denn die Branche stagniert, muss aber gleichzeitig wichtige Transformationen für die Zukunft stemmen. Über 40 Prozent der 25 größten Automobilzulieferer sind inzwischen als „Non Investment Grade“ eingestuft.

Diese fünf Trends prägen die Automobilzuliefer-Branche:

  • Erstens: Das weltweite Produktionsvolumen stagniert mit der Folge von Überkapazitäten, wobei Europa am meisten unter Druck ist. China und Südasien sind parallel die Haupttreiber eines (wenn auch bescheidenen) globalen Automobilwachstums;
  • Zweitens: Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge kommt in Europa und Nordamerika langsamer voran als geplant. Dadurch kommen Skaleneffekte nicht wie erwartet zum Tragen;
  • Drittens: Der Trend zum Software-definierten Fahrzeug mit immer mehr Assistenz- und Konnektivitätsfunktionen ist eine große Chance – aber nicht für alle Zulieferer! Denn es steigen dabei die Softwarekosten;
  • Viertens: Der Wettbewerb der OEMs verschärft sich weltweit! Vor allem bei Elektroautos drängen neue Spieler auf den Markt. Damit steigt der Kostendruck;
  • Fünftens: Geopolitische Entwicklungen schaffen hohe Unsicherheit und verändern mit neuen Zöllen und Subventionen den globalen Handel sowie die Lieferketten.

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