Hausmesse bei BLM Vernetzung in der Rohr- und Blechverarbeitung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Auf ihrer diesjährigen Hausmesse Innova zeigte die BLM Group gleich mehrere Innovationen. Der Fokus lag auf der Automatisierung und der Vernetzung der Prozesse in der Rohr- und Blechverarbeitung. Mit einer All-in-One-Technologie hat BLM das Rohrlaserschneiden und das Rohrbiegen integriert.

Allein aus Deutschland nahmen mehr als 80 Metall verarbeitende Unternehmen an der Hausmesse Innova 2025 von BLM teil. Sie reisten an verschiedenen Tagen in kleineren Gruppen an.(Bild:  BLM)
Allein aus Deutschland nahmen mehr als 80 Metall verarbeitende Unternehmen an der Hausmesse Innova 2025 von BLM teil. Sie reisten an verschiedenen Tagen in kleineren Gruppen an.
(Bild: BLM)

Die Zahlen der diesjährigen Hausmesse sprechen für sich: Mehr als 2.000 Gäste aus aller Welt reisten während der 18 Tage vom 24. September bis 8. Oktober in das Werk der BLM Group in Levico Terme in Norditalien. Insgesamt waren es mehr als 800 Unternehmen, gut 10 Prozent davon aus Deutschland. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche sahen Besucher knapp 30 technische Innovationen im Live-Betrieb – sowie zahllose Beispiele für Werkstücke und Fertigprodukte, die Kunden mit ihren Technologien herstellen. Zudem nutzten mehr als 20 Universitäten und Forschungsinstitute die Innova, um gemeinsam mit den Experten der italienischen Unternehmensgruppe in die Zukunft der Rohr- und Blechverarbeitung zu blicken.

„Angesichts des intensiven Wettbewerbsdrucks in unserer globalisierten Welt entscheiden die Innovationskraft der europäischen Unternehmen und die Effizienz ihrer Produktionsprozesse mehr denn je über den Wohlstand auf unserem Kontinent. Auf der Innova 2025 zeigen wir Ihnen, dass BLM in beiden Bereichen in der Oberliga spielt: Zum einen präsentieren wir Ihnen wegweisende Innovationen für die Verarbeitung von Rohren, Draht und Blech, die unser Portfolio weiter vervollständigen. Zum anderen sehen Sie in unserem Werk Adige 7 die – auf neuesten Fertigungs-Philosophien basierende – Produktion unserer Rohrlaser LT7 und LT8.20“, so BLM-Deutschland-Geschäftsführer Andreas Köster in seiner Begrüßung. „Mit unseren Technikangeboten und zugehörigen Services wollen wir Ihr Partner sein, der Sie langfristig ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sichert.“ Das BLM-Werk in Levico Terme sei ein historischer Ort, an dem seit mehr als 40 Jahren die Weichen für die Zukunft der Rohrverarbeitung gestellt werden. „Anfang der 80er Jahre hatten innovationsfreudige Ingenieure hier die Idee, einen Laserschneidkopf in eine Sägeanlage für Rohre und Stangenmaterial einzubauen – eine Pionierleistung, die zur Geburtsstunde der Technologie des Laserschneidens von Rohren und Profilen wurde“, erklärte Köster.

Automatisierung und Zukunftssicherheit

Das Leitthema der in mehrere ‚Tech Hubs‘ unterteilten Innova 2025 lautete ‚Turn on the light‘ (‚Das Licht einschalten‘. Köster: „In der Industrie ist zunehmend von ‚Dark Factories‘ die Rede. Also von dunklen Fabriken mit automatisierten, auf maximale Effizienz getrimmten Prozessen, die nur wenige menschliche Eingriffe erfordern und deshalb kaum beleuchtet werden müssen. Doch hinter automatisierten Fertigungsprozessen steckt stets die menschliche Intelligenz, die diese Prozesse entwickelt, realisiert und optimiert hat. Das wollen wir mit dem Motto ‚Turn on the light‘ betonen.“

So bildeten automatisierte – zum Teil KI-gestützte – Lösungen, die im unbeaufsichtigten Betrieb rund um die Uhr produzieren können, einen Themenschwerpunkt der Veranstaltung. Darunter viele Lösungen, die in jüngerer Vergangenheit in dieser oder ähnlicher Form bei Kunden von BLM realisiert wurden. 

Rohrlaser und Rohrbieger

Zu den Highlights im Tech Hub 2 zählte ein komplett integrierter Fertigungsprozess, bei dem der Materialfluss mit fahrerlosen Transportfahrzeugen (AGV / Autonomous Guided Vehicles) und Robotern weitgehend automatisiert war. In dieser Multitechnologie-Installation wurden Ovalrohre zunächst mit den neuen 2D-Rohrlaser LTX auf Länge geschnitten, mit einem Roboter sortiert in Transportboxen entladen und anschließend mit einem AGV zu einer Transferstation gefahren. Hier nahm ein weiterer Roboter die Rohre aus den Boxen und legte sie in eine vollelektrische Biegemaschine E-Turn 40 ein. Nach dem Biegen wurden die Teile über eine Rutsche in Transportboxen entladen. Im nächsten Arbeitsschritt legte sie ein Maschinenführer in das 3D-Laserschneidesystem LT-free von BLM ein. Aufgabe dieser mit einem 5-achsigen Schneidkopf ausgestatteten CNC-Maschine war es, die Teile zu besäumen und in den Biegungen Geometrien auszuschneiden. Die LT-free wurde  für die Verarbeitung gebogener Rohre und anderer dreidimensionaler Werkstücke entwickelt. Die erforderlichen Auflagesysteme und Halterungen können Kunden mit ihrer CAM-Software Ar Go auf einfache Weise generieren und mit der LT-free produzieren.

Vis-a-vis dieser Maschine war die neue High-End-Laserschweißzelle LW-S  mit Roboter, doppelter D-Achs-Position und Wobbling-Kopf installiert. Sie kann wärmeleitungs-, kaltdraht-, lmpuls- und stichlochschweißen, zeichnet sich also durch höchste Flexibilität aus. Die Pendelbewegung ihres Wobbling-Kopfs ermöglicht es, Materialien auch bei breiteren Schnittspalten zuverlässig zu verschmelzen. Auf der Innova wurden die zuvor mit der LTX geschnittenen, mit der E-TURN40 gebogenen und mit der LT-free 3D-lasergeschnittenen Rohrkomponenten zu Demo-Zwecken mit verschiedenen Blechelementen verschweißt. Über die großen Monitore auf den Außenseiten der LT-free und der LW-S konnten die Gäste diese Verarbeitungsprozesse im Inneren der Maschinen live verfolgen.

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