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Moderne Richtmaschinen in Blockbauweise konstruiert
Moderne Richtmaschinen müssen stets präzise Ergebnisse bei gleichzeitig größer werdenden Anforderungen liefern. Daher müssen sie verschiedene Kriterien erfüllen. Kleine Walzendurchmesser, eine gute Abstützung und kleine Abstände zwischen den Richtwalzen sind wichtig für konstant gute Richtergebnisse. Moderne Richtmaschinen sind in Blockbauweise konstruiert. Diese Bauweise erhöht die Steifigkeit der Maschine und ermöglicht somit höhere Belastungen. Die stabile Abstützung der Richtwalzen ist entscheidend für eine konstante Richtqualität.
Bei einfachen Richtmaschinen sind die Richtwalzen nicht abgestützt. Bei großen Richtkräften geben diese dann nach, wodurch sich die Richtergebnisse verschlechtern können. Je nach Einsatzgebiet sind verschiedene Richtmaschinen-Konzepte im Einzelfall unterschiedlich gut geeignet. Die sorgfältige Auswahl der geeigneten Richtmaschine ist sehr wichtig und diese kann am besten durch ausführliche Richtversuche mit dem zu richtenden Material ermittelt werden.
Band-Richtmaschinen müssen besondere Anforderungen erfüllen. Sie stehen in Linie und bereiten das Band für Folgeprozesse vor. Pressen und Profilieranlagen zum Beispiel, haben bestimmte Anforderungen an die Ebenheit des Ausgangsmaterials. Wenn ein Coil uneben in die Presse eingeführt wird, kann das Werkzeug beschädigt werden oder vermehrt Ausschuss produzieren. Band-Richtmaschinen liefern Prozesssicherheit. Dafür müssen sie zuverlässig und konstant gute Richtergebnisse erzeugen.
Moderne Richtmaschinen können darüber hinaus die Verfügbarkeit steigern. Der Arku Compact-Feed (geschütztes Warenzeichen; Bild 3) ist eine Richtmaschine für Pressenvorschubanlagen in Kurzbauform. Diese Richtmaschine hat ein aufklappbares Richtaggregat. Dadurch verringern sich die Zeiten für das Einfädeln von Coils und die Reinigungszeiten sind deutlich kürzer. Moderne Band-Richtmaschinen liefern Zusatznutzen, indem sie Stillstandszeiten minimieren, durch einfache Reinigung und einen hohen Automatisierungsgrad. Der Arku Compact-Feed kann zusätzlich mit einer Zig-Zag-Verfahrung ausgestattet werden. Durch seitliches Verfahren der Richtmaschine wird ein versetztes Stanzbild erzeugt und die Bandausnutzung optimiert. Gerade bei runden Stanzteilen kann eine Materialersparnis von über 10% erzielt werden.
Hochleistungs-Richtmaschinen haben zwischen 17 und 21 Richtwalzen
Die Anforderungen an Ebenheit und Oberflächengüte in Querteilanlagen sind besonders hoch. Querteilanlagen schneiden Tafeln von meist breiten und dünnen Bändern zu. Diese Tafeln werden anschließend beispielsweise für die Karosserieaußenhaut von Fahrzeugen oder für den Heizungs- und Lüftungsbau verwendet. Für diese besonderen Ebenheitsanforderungen werden Hochleistungs-Richtmaschinen eingesetzt. Diese Richtmaschinen haben zwischen 17 und 21 Richtwalzen und kleine Walzendurchmesser. Durch vielfältige Verstellmöglichkeiten können alle gängigen Coildefekte beseitigt werden. Hochleistungs-Richtmaschinen können unter anderem seitlich gekippt werden (Tilting) und die Richtwalzen können gezielt durchgebogen werden (Bombage). Innovative Antriebskonzepte steigern die Leistungsfähigkeit moderner Richtmaschinen.
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