Bihler Stanzen, biegen und montieren im Hightech-Fertigungsprozess
Ein kurzer Blick in die Hallen der Otto Bihler Maschinenfabrik GmbH & Co. KG im bayerischen Halblech verrät: Es ist wieder einmal Bihler-Hausmesse. Die Bihler-Tec, die nun schon zum vierten Male veranstaltet wurde, lockte über vier Tage hinweg mehrere Tausend Besuchern in das Allgäuer Land. Zu sehen gab es wie immer Hochtechnologie vom Feinsten.
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Bereits zum vierten Mal fand der schon traditionelle Branchentreff der Otto Bihler Maschinenfabrik in Halblech statt. Die neuen Bimeric-NC-Systeme, leistungsstarke Prozessmodule zum Kontaktschweißen, Schrauben und Gewindeformen sowie die aktuellen Trends in der Stanz-, Biege- und Montagetechnik zur Steigerung der Material- und Produkteffizienz standen im Mittelpunkt.
Bihler beeindruckt mit High-End-Komplettsystem
Präsentiert wurden über 30 hochkarätige Fertigungssysteme, die von den Besuchern bestaunt und angefasst werden konnten. Mit von der Partie war auch eine Reihe von Zulieferern und Ausrüstern, wie beispielsweise die Leicht Stanzautomation aus Bretten, Steinel Normalien aus Halblech, Zetka aus Füssen oder der Werkzeugbauer Wörgartner aus dem Tiroler Oberndorf und zahlreiche andere.
Eine der Toppräsentationen galt der Bimeric BW 4500 als Komplettsystem zur Herstellung elektrischer Kontaktbauteile. Mit diesem High-End-Fertigungssystem bietet Bihler Anwendern eine komplette Fertigungslinie für elektrische Kontaktbauteile der industriellen Schalttechnik.
Damit lassen sich kleine bis mittelgroße Bauteile mit Einfach-, Zweifach- oder Doppelkontakt wirtschaftlich herstellen. Das Gesamtsystem erreicht etwa 400 Teile pro Minute und bietet darüber hinaus eine Rüstzeitminimierung um mehr als 80% im Vergleich zu bestehenden Systemen anderer Hersteller.
Modulare Anlage aus Bihler-Maschinensystemen und -Prozessmodulen
Das Anlagensystem ist modular gestaltet und besteht aus standardisierten Bihler-Maschinensystemen und Bihler-Prozessmodulen, zu denen das NC-System Bimeric, zwei Prozessmodule zum Widerstandsschweißen und Löten, ein Prozessmodul zum Gewindeformen sowie zwei neu entwickelte Servopressen SP 500 für die Integration von Folgeverbundwerkzeugen gehören.
In dieser Anlage besteht jeder Prozessschritt aus einem in sich geschlossenen System mit eigenem NC-Materialeinzug. Dadurch lassen sich temperaturbedingte Bandausdehnungen und Schwingungen entsprechend kompensieren und unterschiedliche Produktionsgeschwindigkeiten der einzelnen Module realisieren.
Bihler zeigt mit Minster entwickelte Servopressen
Die beiden Servopressen SP 500 mit 500 kN Nennkraft wurden in Zusammenarbeit mit Minster entwickelt und besitzen eine frei programmierbare Hub- und Hublagenverstellung. Damit können auch bereits bestehende Folgeverbundwerkzeuge flexibel integriert werden. Bei einem erforderlichen Werkzeugwechsel sind deshalb nur die Hublänge und das Öffnungsmaß im unteren Totpunkt (UT) notwendig. Diese sind im Werkzeugprogramm bereits hinterlegt und werden automatisch eingestellt.
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