An den ersten beiden Septembertagen fand der jüngste Roadshow-Termin der BLM Group Deutschland bei Röwer & Rüb statt. Im Mittelpunkt standen die neuen produktionstechnischen und konstruktiven Möglichkeiten, die sich der weltweit agierende Hersteller hochwertiger Lebensräume für Pferde mit dem High-End-Rohrlaser LT7 erschlossen hat.
Der Großteil der Besucher des Roadshow-Termins der BLM Group Deutschland Anfang September bei Röwer & Rüb in Thedinghausen war gekommen, um sich in der Tiefe mit den Möglichkeiten der innovativen Laserschneidetechnik der LT7 und ihrer Software zu beschäftigen – und nahm Anregungen für die eigene Produktion mit.
(Bild: BLM)
Die Roadshow der BLM Group Deutschland gastiert mehrmals jährlich bei ausgewählten Kunden. Eingeladen werden Interessenten aus dem gesamten Bundesgebiet. In aller Regel nehmen aber vor allem metallverarbeitende Unternehmen aus den Regionen teil. So reisten diesmal etwa 50 Gäste aus dem Norden und der Mitte des Landes zu dem 1867 gegründeten Traditionsunternehmen Röwer & Rüb nach Thedinghausen unweit von Bremen an.
„Die Besucher unserer Roadshow sehen unsere Maschinen live im Praxisbetrieb. Sie können sich mit den Produktionsverantwortlichen und Maschinenführern ausführlich über ihre Anforderungen und Praxiserfahrungen austauschen. Gleichzeitig bekommen sie Einblicke in die Fertigungsprozesse anderer Unternehmen“, beschrieb BLM Group Deutschland-Geschäftsführer Andreas Köster das Roadshow-Konzept. „Das alles sind Gründe, weshalb unsere Einladungen gerne angenommen werden. Mit Röwer & Rüb hat ein weiterer interessanter Produktionsbetrieb für uns seine Türen geöffnet.“
Angefangen bei exklusiven Pferdeboxen über hochwertige Longierhallen und individuelle Führanlagen bis hin zu weiteren Produkten, die sich in Stallkonzepte integrieren und die Lebensräume von Pferden optimieren – typischerweise werden in Thedinghausen kleine Serien hergestellt. Bis hin zu Unikaten. Die Fertigungsprozesse basieren auf mehr als 150 Jahren perfektionierter Handwerkskunst und Liebe zum Detail. So war Röwer & Rüb bis zur Inbetriebnahme des Hochleistungs-Rohrlasers LT7 mit Faserlaser des Gruppen-Unternehmens Adige im Spätherbst 2020 praktisch eine reine Manufaktur. Nach wie vor wird hier mit etlichen Spezialmaschinen gearbeitet, die bereits seit Jahrzehnten im Einsatz sind. Der Kontrast zum Rohrlaserschneiden könnte kaum größer sein. Und dennoch fügt es sich nahtlos in den Prozess ein.
„Um unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu erhalten, müssen auch wir mit der Zeit gehen und die Möglichkeiten neuester Technik nutzen. Mit der LT7 haben wir ganz vorne in unserem Prozess begonnen, also bei den Zuschnitten“, skizzierte Röwer & Rüb-Geschäftsführer Jörn Gaudeck den Hintergrund der Investitionsentscheidung. „Das Rohrlaserschneiden bringt uns einen massiven Effizienzgewinn. Noch wichtiger sind uns die Optimierungsmöglichkeiten in der Konstruktion unserer Produkte und die höhere Qualität. Beides verdanken wir der Genauigkeit der Laserschnitte und der Flexibilität des 3D-Schneidkopfs Tube Cutter der LT7 – gerade auch bei offenen und anspruchsvollen Sonderprofilen, von denen wir sehr viele verarbeiten.“
Interessierte Besucher
Am ersten Roadshow-Tag gab es vor- und nachmittags je einen Durchgang, am zweiten Tag einen Dritten. Bei der Begrüßung stellten Jörn Gaudeck und Andreas Köster zunächst ihre Unternehmen anhand einiger Eckdaten vor. Danach ging es an die Maschine. Live produziert wurden vor allem Werkstücke, die mit traditionellen Verfahren nur bei enorm großem Zeit- und Kostenaufwand realisierbar sind. Oder auch gar nicht. Darunter als Gimmick Pferdeboxen im Miniaturformat mit filigran ausgelaserten Gitterstäben und Türen sowie Gravuren.
Gerade auch bei solchen Teilen kann die LT7 ihre hohe Geschwindigkeit voll ausspielen. Sie gilt nach wie vor als der schnellste Rohrlaser auf dem Markt. „Dieses Kriterium war für uns anfangs weniger wichtig. Inzwischen unterstützen wir als Lohnfertiger auch Kollegenbetriebe – durchaus auch mit größeren Serien. Hier kommt uns die hohe Produktivität der LT7 natürlich zugute“, so Gaudeck. Auch das ist ein Anliegen der Roadshow von BLM: Ihre Kunden sollen sich kennenlernen und so mit ihren verschiedenen Maschinen gegenseitig unterstützen können. Im Ergebnis wächst im deutschen Markt seit Jahren eine bundesweite „BLM Community“ heran.
Maschinenführer stehen hinter der Technik
Der Großteil der Besucher war gekommen, um sich in der Tiefe mit den Möglichkeiten der neuen Technik zu beschäftigen. Das war an den intensiven und langen Gesprächen mit den Maschinenführern, mit Röwer & Rüb-Produktionsleiter Helge Peters, den Geschäftsführern beider Unternehmen und den anwesenden Vertriebsexperten von BLM abzulesen.
Stand: 08.12.2025
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Die Maschinenführer von Röwer & Rüb – sie arbeiteten zuvor in anderen Bereichen der Fertigung – haben die neue Technik als Aufbruch in ein neues Produktionszeitalter begriffen. „Aktuell lasten wir die LT7 in aller Regel einschichtig aus. Wir können unserer Konstruktion und unseren Maschinenführern also jeden Freiraum lassen, neue Design-Ideen zu entwickeln – was sie auch sehr intensiv nutzen“, freute sich Gaudeck.
Software gab den Ausschlag
Hier spielen die leichte Bedienbarkeit der Maschine und die Artube-Software von BLM eine Schlüsselrolle. So stellt die LT7 bei Produktionswechseln unter anderem ihre Beladung, ihre Spindel, ihre Lünette und ihre Zwischenstützen automatisch ein. Das garantiert schnellste Auftragswechsel, während Eingabefehler ausgeschlossen sind. Die optionalen Active Tools wiederum bieten vielfältige Möglichkeiten für die automatische Optimierung des Laserschneideprozesses.
Artube ist die CAD/CAM-Software der Rohrlaser von BLM. Sie bietet in der Konstruktion, der Programmierung und der Vorab-Simulation der Produktion einzigartig komfortable Möglichkeiten. So hat das Unternehmen über Jahrzehnte hinweg umfassendes Praxis-Know-how rund um die Verarbeitung von Rohren und Profilen unterschiedlicher Querschnitte und aus verschiedenen Metallmaterialien in einer Datenbank gespeichert – unter anderem perfekt ausgetüftelte Schneidparameter für Standardmaterialien sowie zahllose vordefinierte Verbindungen, Verzahnungen und Trenn-Biegeschnitte. Ihre Kunden können mit ihren Maschinen auf dieses Praxiswissen zugreifen. Für Röwer & Rüb war auch das wichtig. Peters: „Wir müssen zahllose, bislang in Auto CAD in 2D konstruierte Teile in Artube neu anlegen. Deshalb hat diese Software für uns solch große Bedeutung. Sie bildet unsere Anforderungen in idealer Weise ab.“
BLM auf der Euroblech: Halle 13, Stand E182 und Halle 12, Stand D118