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Systemtechnische Datendurchgängigkeit mit MES-Software verbessert die Fertigungsplanung

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Die derzeit positive Wirtschaftslage in Europa zwingt viele Unternehmen dazu, ihren Ausstoß zu erhöhen, um der Marktanforderung gerecht zu werden. Damit volle Auftragsbücher zeitgerecht abgearbeitet werden können, wird vielerorts an die Anschaffung von neuen Bearbeitungsmaschinen gedacht. Dieser konservative Lösungsansatz erfordert neben der Maschine noch weitere Investitionen.

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Christian Erlinger, Coscom-Produktmanager.
Christian Erlinger, Coscom-Produktmanager.
( Archiv: Vogel Business Media )

Örtliche Infrastrukturen müssen für die neuen Maschinen angepasst oder neu geschaffen werden und zusätzliche Betriebsmittel und Personal sind erforderlich. Natürlich erreichen zwei Maschinen in der gleichen Zeit einen höheren Ausstoß als eine, allerdings ist auch ein konstantes Auftragsvolumen notwendig.

Deshalb sollten auch Überlegungen gemacht werden, wie man den Ausstoß ohne Maschinenneuinvestition erhöhen kann. Während in der kaufmännischen Organisation entsprechende Softwaresysteme zum Einsatz kommen und die Produktentwicklung mit den besten CAD-Systemen ausgestattet ist, ist der Fertigungsbereich ein Stiefkind des jeweiligen Systemadministrators.

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Fertigungsplanung nutzt Möglichkeiten der MES-Software zu wenig

Die systemtechnische Datendurchgängigkeit findet meistens in der Fertigungsplanung ihr Ende. Eine Alternative zum zusätzlichen Maschinenkauf stellen diese Systeme nicht dar. Erst wenn die Softwaresystemlandschaft bis in die Fertigung fortgeführt wird, ist es möglich, die bestehenden Maschinenressourcen besser zu nutzen und dadurch den Ausstoß zu erhöhen. „Bestehende Kapazitäten bestmöglich auszunutzen ist eine der wichtigsten Aufgaben in der heutigen Zeit“, sagt deshalb Christian Erlinger, Produktmanager bei der Coscom Computer GmbH.

In der Einzelteil- und Kleinserienfertigung wird ein großer Teil der produktiv nutzbaren Maschinenkapazität mit Rüst- und Vorbereitungszeiten verschwendet. Die Maschine hat immer wieder Stillstandszeiten zu verbuchen, weil die einzelnen Aufgaben zur Abwicklung eines Fertigungsauftrages seriell und nach Auftragserteilung abgearbeitet werden. Eine Reduzierung des Aufwandes ist dann möglich, wenn die einzelnen Aufgaben parallel und im voraus erledigt werden und die produktiv nutzbare Maschinenkapazität voll verwendet werden kann.

Fertigung kann mit MES-Software optimiert werden

In der Großserienfertigung spielen die Rüst- und Vorbereitungszeiten eine untergeordnete Rolle. Dort sind optimierte NC-Programme für schnellere Stückzeiten und die Reduzierung der Betriebsmittelkosten die Indikatoren für eine Aufwandsreduzierung. In beiden Fällen führt eine durchgängige MES-Lösung zur gewünschten Optimierung.

Wird bei der NC-Programmierung auf eine Werkzeug- und Betriebsmittelverwaltung zurückgegriffen, so sind alle Informationen für einen erfolgreichen Rüstvorgang vor Auftragsbeginn an der Maschine bekannt. Alle relevanten Daten werden zusammen mit Artikel- oder Produktstammdaten verwaltet und können so zeitgerecht im Fertigungsbereich verteilt und visualisiert werden. Zusätzliche Informationen, wie Spannfotos oder Arbeitsanweisungen, beschleunigen den Einrichtprozess bei wiederkehrenden Bauteilen.

Bei der NC-Programmierung werden Werkzeugzusammenbauvorschriften erstellt, die direkt an Werkzeugvoreinstellgeräte weitergereicht werden. So können die benötigten Werkzeuge voreingestellt und vor Auftragsbeginn an der Maschine bereitgestellt werden. In Verbindung mit einem Lagersystem kann die Verfügbarkeit der einzelnen Komponenten zusätzlich abgesichert werden.

Ein Fertigungsinformationssystem stellt die Datenübertragung und die Visualisierung von Auftragsinformationen in der Fertigung sicher. Die Kommunikation bis an die Maschine ist wesentlicher Bestandteil einer durchgängigen Lösung. Auch das Rückmelden von Maschinen- und Auftragszuständen ist ein wichtiger Bestandteil der Prozessoptimierung. Nur so können zeitnah Probleme gelöst und längere Verzögerungen verhindert werden.

Das Ebersberger Softwarehaus Coscom hat sich als Anbieter einer durchgängigen Prozesskette etabliert.

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