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Teilereinigung macht sich fit für die Zukunft

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Mikroorganismen können Lösemittel in der Teilereinigung ersetzen

Einen neuen Ansatz innerhalb der nasschemischen Reinigung stellt Denios auf der Messe vor. Die Bio-X-Reinigungsflüssigkeit enthält Öl abbauende Mikroorganismen und kann somit Lösemittel in der Teilereinigung ersetzen. Im Sinn der Gefahrstoffverordnung ist sie aber im Gegensatz zu Lösemitteln nicht kennzeichnungspflichtig. Zusammen mit einem speziell abgestimmten Reinigungstisch lassen sich laut Denios fettige und ölige Verschmutzungen leicht entfernen, ohne dass Kunststoff und Gummi der Werkstücke beim Reinigungsprozess angegriffen werden. Die Mikroorganismen bauen die Verschmutzungen ab und säubern das Reinigungsmedium kontinuierlich.

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Einerseits sind es Bauteile für Hightechbranchen wie die Halbleiterindustrie, Mikrotechnik und Elektronik, bei denen höhere Sauberkeitsanforderungen zu erfüllen sind. Dies betrifft sowohl partikuläre Verunreinigungen als auch filmische Rückstände, Flecken und Verfärbungen sowie je nach Branche biologische und ionische Kontaminationen. Auf der anderen Seite stellen neue Komponenten, beispielsweise für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs oder von Systemen für autonomes Fahren, neue Anforderungen an die Teilereinigung. Dabei geht es um die Leitfähigkeit von Bauteilen, einen unterbrechungsfreien Stromfluss, optimal beschichtungsfähige Oberflächen oder auch die einwandfreie Funktion optischer Sensoren. Durch die dafür erforderlichen Sauberkeitsgrade werden Fein- und Feinstreinigungsprozesse weiter an Bedeutung gewinnen. Dabei spielen neben der eigentlichen Anlagenkonzeption (Anzahl der Behandlungsstationen und Trocknung) mit angepasster Verfahrenstechnik (zum Beispiel Mehrfrequenz-Ultraschall), Reinigungschemie und Prozessauslegung auch Themen wie Strömungsoptimierung, Teileaufnahmen, Verrohrung, Transportautomation und Lufthaushalt in der Anlage eine Rolle.

Trend zu intelligenten und vernetzten Fertigungsprozessen verändert auch Teilereinigung

Der Trend zu intelligenten und vernetzten Fertigungsprozessen, die mehr Produktivität, Produktqualität und Flexibilität bei weniger Kosten ermöglichen, führt zu Veränderungen in der Teilereinigung. So stehen inzwischen auch Anlagen zur Verfügung, die Schüttgut wie Schrauben vollautomatisch inline reinigen, trocknen und zum nachfolgenden Bearbeitungsprozess transportieren. Für die Ultraschallreinigung ermöglichen es intelligente Generatoren, sich selbst zu konfigurieren, zu überwachen und zu optimieren. So wird beispielsweise die Arbeitsfrequenz vor der Schallabgabe automatisch ermittelt und selbstständig eingestellt.

Die permanente Kontrolle von Anlagen- und Prozessparametern ist bei nasschemischen Reinigungsanlagen häufig schon Standard. Die Anlagen lassen sich mit Messsystemen für die kontinuierliche Inlineüberwachung und Steuerung der Reinigungsbäder ausstatten. Sie ermöglichen nicht nur die exakte Dokumentation der Zustände, sondern lassen sich auch nutzen, um etwa eine bedarfsgerechte Reinigernachdosierung automatisch auszulösen. Zur Inlinekontrolle des Reinigungsergebnisses, beispielsweise der der filmischen Sauberkeit mittels Fluoreszenzmesstechnik, stehen ebenfalls erste Systeme zur Verfügung.

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 Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

MM MaschinenMarkt