Mehrere Hundert Menschen haben sich auf einer Veranstaltung von Tesla in Grünheide über die Ausbaupläne des US-Elektroautobauers informiert.
Das Tesla-Werk in Grünheide soll soweit ausgebaut werden, dass rund eine Million Elektroautos im Jahr vom Band laufen können. Doch diese räumliche Expansion des Elon-Musk-Betriebes in Brandenburg löst bei Bürgern und Umweltschützern berechtigten Ärger aus ...
(Bild: Tesla)
Tesla will seine Produktionskapazität auf eine Million Fahrzeuge jährlich verdoppeln und dafür sein bisher einziges Elektroautowerk in Europa ausbauen. Diese Information ist schon länger bekannt. Geplant sind für den Ausbau der Produktion 22.500 Beschäftigte. Mit dem ersten Antrag auf Teilgenehmigung sind laut Unternehmen auch ein Lagergebäude für Stoffe, ein Lager für flüssige und gefährliche Abfälle und ein Labor für Batteriezelltests verbunden.
Auch eine Recyclingstelle für Batterieabfälle und eine Anlage zur Rückgewinnung von Wasser aus dem Produktionsprozess gehörten dazu. Tesla stellt dazu Anträge in drei Teilen auf eine umweltrechtliche Genehmigung beim Land Brandenburg. Die auf fünf Stunden angelegte Veranstaltung in der Grünheider Müggelspreehalle fand gestern begleitend zum Genehmigungsverfahren statt. Doch die Bürgerinitiative Grünheide sieht einige Punkte weiterhin kritisch. Die Bürger hatten Gelegenheit, sich bei Vertretern von Tesla zu Aspekten der beantragten Änderungen zu informieren. Darunter fanden sich Themen wie Boden- und Gewässerschutz, Immissionsschutz, Verkehr und Infrastruktur sowie Umweltverträglichkeit.
Tesla-Ausbau verbraucht regionale Wasservorräte
Die Bürgerinitiative Grünheide begrüßte den hohen Grad der Wasserrückgewinnung, denn laut Tesla sind das quasi 100 Prozent. Gleichzeitig fordern die Kritiker, dass Tesla wegen des Wassermangels in der Region wieder Wasser freigibt. Für Ansiedlungen von Industrie und Gewerbe werde das Wasser zusehend knapp. Damit ist das Unternehmen zum Entwicklungshindernis der Region geworden, wie die Betroffenen es ausdrücken. Tesla wolle von den zur Verfügung stehenden 1,8 Millionen Kubikmetern aber nichts freigeben, weil man das Wasser selber brauche. Doch der ortsansässige Wasserverband Strausberg-Erkner hatte Tesla Wasser vertraglich nur für die erste Ausbaustufe zugesagt, wie es weiter heißt. Der Vertrag erlaube demnach eine Lieferung von 1,8 Millionen Kubikmeter pro Jahr an den Autobauer.
Tesla muss in Sachen Umweltschutz kräftig nachbessern
Auch andere Konfliktbereiche seien noch nicht gelöst. Experten sehen wegen der Störfälle im Werk nämlich auch noch weiterhin eine Gefährdung des Grundwassers. Die Gefahr werde bei einem Ausbau des Werkes alles andere als kleiner. Auch steht die Tesla-Fabrik im Wasserschutzgebiet, wie die Bürgerinitiative anmerkt. Der US-Elektroautobauer müsse wegen des geplanten Ausbaus des Werks deshalb mehr Sicherheitsanforderungen als bisher erfüllen.
Die Pläne für den Ausbau führen dazu, dass der Betrieb nach der Störfallverordnung von der unteren Klasse in die obere Klasse eingestuft werden muss, wie es dazu heißt. Das schließe einen umfangreichen Sicherheitsbericht ein. Künftig seien weitere Meldepflichten nötig und die Ausstattung der Werksfeuerwehr müsse ein höheres Niveau haben. Tesla will sich mit den Naturschutzverbänden an einen Tisch setzen und Fragen zum Ausbau beantworten. Wenn Tesla bereit sei, werde man das Angebot annehmen, so der Sprecher der Bürgerinitiative, auch in Vertretung der Grünen Liga. Man sei zum Dialog bereit, um für die Region das Beste rauszuholen.
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.